Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Kanal:

Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
Zum piqer-Profil
piqer: J. Olaf Kleist
Montag, 19.03.2018

Migrantische Schüler*innen sind schlechter in der Schule

Das ist eigentlich keine Überraschung. Viele Studien haben das schon gezeigt. Dies gilt auch dann, wenn man für den sozialen Status der Eltern korrigiert. Eine Sonderauswertung der Pisa-Studie zeigt nun aber, dass die Diskrepanz zwischen migrantischen und nicht-migrantischen Schüler*innen in Deutschland besonders ausgeprägt ist. Fast zweieinhalb mal so häufig wie Nicht-Migrant*innen schneiden Migrant*innen sehr schwach ab. Interessanterweise ist dies relativ unabhängig davon, ob sie aus der Türkei oder aus Polen kommen. Das ist teils darauf zurückzuführen, dass seltener als in anderen Ländern in migrantischen Familien die Schulsprache gesprochen wird. Vor allem aber: 

Laut Studie haben diese Schüler [migrantische] eher das Gefühl, in der Schule nicht dazuzugehören, klagen häufiger über schulbezogene Ängste und sind insgesamt weniger mit ihrem Leben zufrieden als Schüler ohne Migrationshintergrund. 

Dies weist auch darauf hin, dass in Deutschland viel mehr getan werden muss, um migrantische Kinder zu fördern und ihre Teilhabe zu verbessern. Das ist zumal wichtig, da mit 28 % der Anteil an Migrant*innen an deutschen Schulen weit über dem OECD Durchschnitt liegt. Wo soll Integration beginnen, wenn nicht in der Schule.

Migrantische Schüler*innen sind schlechter in der Schule
8,2
9 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied für unter 4€ pro Monat!