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Flucht und Einwanderung

Emran Feroz
Journalist
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piqer: Emran Feroz
Sonntag, 19.05.2019

Karl Mahringer ist seinen Job los, und das ist auch gut so

Aus Österreich kommen in diesen Tagen wahrlich andere Nachrichten. Dennoch ist es wichtig, die folgende Nachricht hervorzuheben: Karl Mahringer ist nämlich seinen Job los.

Wer ist dieser Mann und warum ist das Ganze eine gute Entwicklung?

Seit über vierzig Jahren befasst sich Karl Mahringer mit verschiedenen Krisenländern und ist in diesem Kontext als gerichtlicher Sachverständiger tätig. Sein Geschäft läuft vor allem seit Beginn der sogenannten Geflüchtetenkrise gut. Zu Mahringers Schwerpunkten gehört nämlich auch die Lage in Afghanistan, Irak und Syrien.

Laut dem vermeintlichen Experten sind rund siebzig Prozent aller geflüchteten Afghanen "Wirtschaftsflüchtlinge". Aufgrund von Mahringers fragwürdiger Arbeit wurden in den letzten Jahren zahlreiche Afghanen aus Österreich abgeschoben oder erhielten zumindest einen Negativbescheid, der nicht wenige von ihnen – darunter auch Freunde und Bekannte von mir – verzweifeln ließ.

Doch damit ist nun Schluss. Ein Gericht hat nun bestätigt, dass der Afghanistan-Gutachter seine Vertrauenswürdigkeit verspielt habe. Dies hat u. a. auch mit der Tatsache zu tun, dass Mahringer der Präsidentin des Landesgerichts für Zivilrechtssachen vorgeworfen hat, mit NGOs gegen ihn zu arbeiten.

Amnesty International begrüßt die Absetzung Mahringers und fordert nun eine Neubearbeitung jener Asylanträge, die aufgrund seiner Gutachten abgelehnt wurden. 

Karl Mahringer ist seinen Job los, und das ist auch gut so
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