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Flucht und Einwanderung

Lars Hauch
Freier Journalist mit Schwerpunkt Nahost-Politik und Islamismus
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piqer: Lars Hauch
Freitag, 21.02.2020

Interview mit dem Top-Dschihadisten in Idlib

Wenn in den Nachrichten von Dschihadisten gesprochen wird, die Idlib kontrollieren, ist eine Gruppe namens Hayat Tahrir al-Sham (HTS) gemeint. HTS ist die Nachfolgeorganisation der Nusra-Front, die sich 2012 als Ableger des späteren Islamischen Staates (IS) in Syrien formierte.

HTS' Gründer und Anführer ist unter dem Namen Abu Muhammad al-Jolani bekannt. Unter Jolanis Führung ist HTS nicht nur gegen Assads Truppen, sondern vor allem gegen syrische Rebellen vorgegangen. Nun kontrolliert HTS den Nordwesten Syriens, in dem die pro-Assad-Koalition immer weiter vorrückt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Türkei zumindest einen Korridor entlang der Grenze verteidigen will. Denn die drei Millionen Menschen in der Region sind mehrheitlich vor der Assad-Regierung geflohen. Sie wollen und können nicht zurück.

In diesem Zusammenhang wurde in den letzten Monaten viel von einem "Gaza Modell" gesprochen: Also einem Landstrich, der sich zwar in permanentem Konflikt mit dem ihn umschließenden Staat befindet, vor dessen direktem Zugriff aber geschützt ist und sich weitestgehend selbst organisiert. All das mit großen Anführungszeichen, denn eine solche Situation kommt eher einem anarchischen Gefängnis gleich statt teilweiser Autonomie.

In diesem Gaza Modell wäre HTS so etwas wie die Hamas. Al-Jolani spricht im Interview über die Entwicklung seiner Bewegung und die Bereitschaft zur Kooperation. Das ist ziemlich interessant. Einerseits, weil al-Jolani selten öffentlich auftritt, geschweige denn Interviews gibt. Andererseits, weil er sich äußerst gut zu präsentieren weiß. 

Derartige Führungspersönlichkeiten sind sich äußerst bewusst über die Wirkung ihrer Worte bei westlichem Publikum. So wie auch ein Taliban-Führer, der gerade einen Gastbeitrag in der New York Times veröffentlicht hat. 

Interview mit dem Top-Dschihadisten in Idlib
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Kommentare 3
  1. Jan Niedereger
    Jan Niedereger · vor 2 Monaten

    Bitte auf die Wirkung von Sprache achten! "Top-Dschihadist" - würde ich das auch gerne werden? Hmm ...

    1. Lars Hauch
      Lars Hauch · vor 2 Monaten

      "Top" bezieht sich auf die Stellung innerhalb der Organisation und Strömung, recht gängig. Ich bezweifle, dass jemand deshalb erwägen könnte, einen neuen Karriereweg einzuschlagen ;-)

    2. Jan Niedereger
      Jan Niedereger · vor 2 Monaten

      @Lars Hauch "Top" hat auf jeden Fall ne positive Konnotation, klingt wie Top-Manager, und bei so nem heiklen Typen würde ich nicht auf "glauben" bauen, sondern einfach neutraler formulieren. Spaßig finde ich das jedenfalls nicht.

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