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Flucht und Einwanderung

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Montag, 11.04.2016

In der Sackgasse: Wie soll es weitergehen?

Zwei Redakteure der Website Le Courrier des Balkans berichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen auf der Balkanroute. Sie zeigen, wie sich die Widersprüche der europäischen Flüchtlingspolitiken mit denen der Region verbinden. Über Tabanovce zum Beispiel, den letzten Ort vor der mazedonisch-serbischen Grenze, heißt es: "Die mazedonische Polizei traut sich schon lange nicht mehr in diese einstige Hochburg der albanischen Guerilla, die heute als Drehscheibe für allerlei Schmuggelgeschäfte dient." Oder ein Beispiel mit globaler Dimension: "Im Mai 2015 wurde ein Netz von Geiselnehmern unter Leitung eines Afghanen namens „Ali Baba“ zerschlagen, die Polizei befreite mehrere Dutzende Flüchtlinge. Inzwischen laufen die Geschäfte wieder." Wie in vielen guten Kriminalromanen verschwimmen die Grenzen zwischen Polizei und Verbrechen: "Praktisch alle berichten, dass die bulgarische Polizei sie verprügelt und ihnen anschließend ihr Geld und die teureren Smartphones abgenommen hat." Es kommt aber auch zu ungewöhnlichen Allianzen: "Demonstranten aus Kroa­tien und Slowenien verabredeten sich auf beiden Seiten des Grenzgitters, um gegen den Bau eines Stacheldrahtzauns auf slowenischer Seite zu protestieren. Selbst die Jagdvereine machten mit, weil der Zaun die Wildwechsel durchschneidet."

In der Sackgasse: Wie soll es weitergehen?
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