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Flucht und Einwanderung

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Donnerstag, 17.03.2016

Glotzt nicht nur nach Osten

Die Berichterstattung handelt fast nur noch die Ereignisse in der Türkei, Griechenland und Mazedonien ab. Und was da geschieht, ist wirklich aufregend. Allerdings könnte dort ein Prozess ablaufen, der in vergleichbarer (nicht gleicher!) Weise schon im Maghreb abgelaufen ist.

Vor Jahren gab es alarmierende Bilder aus den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla. Die Nachrichten kamen bald aus anderen Brennpunkten; die Probleme blieben. Die gefundene Notlösung mit langfristigen Folgeschäden könnte bald auch im östlichen Mittelmeer angewendet werden:

"Sollte das «marokkanische Modell» in nächster Zeit an Bedeutung gewinnen – was zu erwarten ist –, so würde die Frage nach Aufnahme- und Registrierzentren auf nordafrikanischem Boden wieder aktuell. Denn angesichts des Zustroms von Flüchtlingen wird Europa nicht darum herumkommen, zwischen politisch Verfolgten, Kriegsflüchtlingen und Armutsmigranten zu unterscheiden. Es spricht einiges dafür, diese Selektion bereits am Südufer des Mittelmeers vorzunehmen und damit riskante Überfahrten unnötig zu machen. Die Maghrebstaaten sind jedoch nicht in der Lage, solche Verfahren nach internationalen Standards durchzuführen. Zugleich hegen sie die Befürchtung, abgewiesene Asylbewerber könnten in Nordafrika bleiben."

Glotzt nicht nur nach Osten
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