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Flucht und Einwanderung

J. Olaf Kleist
Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Flüchtlingsforschung
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piqer: J. Olaf Kleist
Samstag, 19.03.2016

'Flüchtlingswellen' und 'Schotten': Wie Begriffe die Flüchtlingsdebatte prägen

Wenn wir über komplexe Themen sprechen, so bedienen wir gerne Metaphern, die Vorgänge anschaulicher machen, aber die Gefahr bergen, Assoziationen zu transportieren, die den Gegenstand in einem ganz bestimmten Licht erscheinen lassen. Das passiert auch in der momentanen Flüchtlingsdebatte. Begriffe aus dem Katastrophen- und Naturkontext, insbesondere Wasserphänomene, werden in Bezug auf Flüchtlinge besonders häufig verwendet: Flüchtlinge kämen in 'Wellen', 'Strömen', 'Fluten'. Entsprechend muss man sich dagegen wehren und die Schotten dicht machen. Aber die Wortwahl beeinflusst auch, welche politischen Ansätze plausibel scheinen und welche nicht. Die Linguistin Elisabeth Wehling von der University of Berkeley weist hier auf einige problematische Konnotationen hin, derer sich insbesondere auch JournalistInnen bewusst sein sollten.

'Flüchtlingswellen' und 'Schotten': Wie Begriffe die Flüchtlingsdebatte prägen
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Kommentare 1
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · vor mehr als einem Jahr

    wie gut, daß endlich unsere sprache, die von uns gewählten begrifflichkeiten auf den prüfstand kommen. zumindest mal mehr beleuchtet werden...