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Flucht und Einwanderung

Drei Freunde fliehen aus Afghanistan. Einer wird stolzer Bayer. Einer strandet. Und einer stirbt

Alexandra Rojkov
Journalistin

Alexandra Rojkov wurde in St. Petersburg geboren und kam als Kontingentflüchtling nach Deutschland. Als Journalistin hat sie mehrere Jahre im Nahen Osten gelebt und schreibt aktuell vor allem über Konflikte und Migration, u.a. für DIE ZEIT, das Magazin der Süddeutschen Zeitung und Geo.

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Alexandra RojkovDonnerstag, 15.11.2018

Vor 16 Jahren beschließen Hamid, Naem und Hassan, aus ihrer Heimat Afghanistan zu fliehen. Sie stammen aus Almitu, einem Dorf mit beigefarbenen Bergen und satten Wiesen, aber ohne Perspektive. Drei Freunde, die sich von Kindheit an kennen. Im Oktober 2005 erreichen sie Griechenland. Um von dort weiterzukommen, müssen sie auf eines der Schiffe gelangen, die nach Italien ablegen. Zu dritt schaffen sie das nicht. Also entscheiden sie, sich zu trennen.

Heute lebt Hassan in Bayern, wo er als Elektriker fest angestellt ist. Er hat Deutsch gelernt und seinen Führerschein gemacht. Er hat es geschafft.

Hamid kam nur bis Italien. Hier arbeite er auf dem Bau und bei einem chinesischen Unternehmer. Er vermisst seine Familie, er würde sie gerne besuchen. Stattdessen hat er nicht einmal genug Geld, um die Miete für sein Ein-Zimmer-Apartment länger als zwei Monate zu bezahlen.

Naem, der dritte im Bunde, ist tot. Er schaffte es aus Griechenland zwar bis London, wurde aber zurück nach Afghanistan abgeschoben. Anschließend bewarb er sich als Übersetzer bei den US-Truppen, in der Hoffnung auf ein Visum. Im September 2013 stirbt Naem bei einem Einsatz.

Seine Frau Soheila lebt nun bei Naems Eltern in Kabul. Sie darf das Haus nicht ohne ihre Erlaubnis verlassen. Eine Erlaubnis, die sie nie bekommt.

Der Artikel handelt von drei Freunden, aber auch von unverschuldetem Glück und Unglück. Von der Fügung, die Hassan nach Deutschland gelangen und hier bleiben ließ, und die Naem zurück nach Afghanistan warf. Eine nachdenklich, aber niemals wertende Geschichte über die "Erbarmungslosigkeit des Zufalls".




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