Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kluge Köpfe filtern für dich relevante Beiträge aus dem Netz.
Entdecke handverlesene Artikel, Videos und Audios zu deinen Themen.

Du befindest dich im Community-Kanal:

Feminismen

Gunda Windmüller
Gunda Windmüller
Community piq
Mittwoch, 06.02.2019

Was Online Pornos mit uns machen – mit uns allen

Antonella Gambotto-Burke fängt den Text mit ihrer eigenen Vulva an: Sie fragt sich, ob sie bereit wäre, ihr Geschlechtsteil für ein aufklärerisches Kunstprojekt fotografieren zu lassen. Ihre Überlegungen dazu führen sie von eigenen Erlebnissen der sexuellen Belästigung hin zu der Omnipräsenz von Porno im Internet. "Eine Frau zu sein, heißt angeschaut zu werden. Lang und intensiv", schreibt Gambotto-Burke, "Diese konstante sexualisierte Betrachtung verändert Frauen und die Art und Weise, wie sie ihre Körper wahrnehmen." Die Autorin führt aus, wie stark Bilder von Sexualität und weiblichen Körpern mittlerweile von Pornos geprägt werden und wieviele Menschen, gerade Heranwachsende, Pornos konsumieren. "Pornographie ist eine Anschauungsklasse für sexuellen Imperialismus und darin wird die Vagina, als Emblem der Weiblichkeit, als primitive und gefährliche Macht gesehen, die es zu unterwerfen gilt." Diese Analyse ist nicht ganz neu, aber beeindruckt doch durch ihre Sprache. Sätze über Intimchirurgie wie dieser: "Ich stelle sie mir vor, diese bewusstlosen Frauen, ihre Beine wie bei Fröschen auseinandergeklappt, unter OP-Lichtern blutend und bereit Nervenschäden zu riskieren, um von Männern begehrt zu werden, die von Pornos abgestumpft wurden." Ein wichtiger Artikel; auch weil es Dinge gibt, die wir nicht oft genug hören und lesen können, bis wir sie vielleicht ändern können. Das, zumindest, ist die Hoffnung.

Was Online Pornos mit uns machen – mit uns allen
9,3
25 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Dann werde jetzt Mitglied!

Kommentare 8
  1. Clara Westhoff
    Clara Westhoff · Erstellt vor 3 Monaten ·

    Foto-Projekte dieser Art gibt es mittlerweile immer wieder, finde ich super! Spannender und gut geschriebener piq, besten Dank

  2. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 3 Monaten ·

    ...passt gut dieses Feature dazu - wie Porno Politik macht:
    https://www.piqd.de/po...
    Übrigens: gefreut habe ich mich über die Netflix Serie "Sex Education"...d.h. eigentlich habe ich mich darüber gefreut, dass meine Teenagerinnen zu Hause das angesehen haben. Eine Highschool und ein Schüler, der anfängt dort als Sextherapeut zu wirken. American Pie für Schlaue oder so...auch nicht alles toll, aber irgendwie eine kulturelle Reaktion auf den allmächtigen Porn und seine unzähligen popkulturellen und konsumgesellschaftlichen Gefährten.

    1. Clara Westhoff
      Clara Westhoff · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Die Serie ist echt gut! Season 2 wurde gerade bestätigt ;)

    2. Gunda Windmüller
      Gunda Windmüller · Erstellt vor 3 Monaten ·

      Ohja, ich habe bislang erst die erste Folge gesehen, aber guter Hinweis, dann schaue ich direkt mal weiter!

  3. pom fritz
    pom fritz · Erstellt vor 3 Monaten ·

    hej :)
    danke für den Artikel-hinweis!! Eine Frage habe ich: wie kommts, dass immer noch von "Vagina" gesprochen wird, wenn die Vulva gemeint zu sein scheint?
    (Gambotto-Burke schreibt im Englischen Original auch "vulva" https://www.thetimes.c...)
    Für mich ist das Bezeichnungsthema in letzter Zeit immer wichtiger geworden, wie seht ihr das?
    Liebe Grüße
    pom fritz

    1. Clara Westhoff
      Clara Westhoff · Erstellt vor 3 Monaten ·

      schwieriges Thema... Ich empfehle dazu Folge 1 des feministischen ARTE-Magazins Kreatur, hier der Link: https://www.arte.tv/de... Die erste Folge widmet sich komplett dem weiblichen Geschlechtsteil, die zweite dem Sport und die dritte der Justiz.

  4. Ernst Gossner
    Ernst Gossner · Erstellt vor 2 Monaten ·

    leider eine paywall...

  5. Reinhard Graeff
    Reinhard Graeff · Erstellt vor 2 Monaten ·

    die Argumentation ist plausibel und trifft die Sache - nur: ich bin schwul, das ist nicht mein Ort zu argumentieren ...