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Feminismen

Meike Leopold
Kommunikationsexpertin

Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Seit 2016 selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.

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piqer: Meike Leopold
Montag, 31.12.2018

Warum mehr ältere Frauen am Arbeitsplatz gebraucht werden

Warum gibt es eigentlich vergleichsweise selten ältere Frauen in Unternehmen, die jüngeren Kolleginnen und auch Kollegen als Vorbilder dienen könnten? Wichtiges Thema, darüber hätte ich auch gerne geschrieben! Das hab ich gedacht, als eine Freundin diesen nicht ganz neuen, aber dafür nicht weniger aktuellen Beitrag auf Facebook empfahl.

Das Thema Diversity hat eben viele Gesichter. Mich hat der Aspekt nicht nur angesprochen, weil ich in diesem ausgehenden Jahr die Ehre hatte, eine gestandene und wirklich außergewöhnliche Managerin kennenzulernen, die in einem großen Konzern arbeitet und meiner Schätzung nach auf die 60 zugeht. Auch weil ich selbst mit 50 der Corporate Welt den Rücken gekehrt habe, um mein eigenes Ding zu machen. Ich hatte für mich keine Perspektive mehr in dieser Art von Arbeitsumgebung gesehen. Ich fühlte mich "underemployed", wollte etwas wirklich Sinnvolles mit meinem Know-how tun. In meinem Freundeskreis bin ich nicht die einzige Frau, die so denkt.

Die Autorin Lisa Miller, die sich selbst als eine der wenigen "Bürotanten" in ihrem journalistischen Umfeld bezeichnet, beklagt eine "work culture that is fundamentally unkind to women (okay, to people) who have other pressing things to do." Sie betont, dass Frauen mit 50 im Schnitt nur noch 55 Cent verdienen, während es bei Männern ein Dollar ist. Das liegt an ihren "Auszeiten" wegen Familiengründung, an ihren oft weniger geradlinigen Karrieren. Miller beklagt zudem die Diskriminierung von älteren Frauen, die sich bewerben.

Ab einem bestimmten Alter, so Miller, seien Frauen gesellschaftlich quasi unsichtbar. Dabei seien es letztlich die Frauen mit ihrer Anpassungsfähigkeit an verschiedenen Lebensumstände, die besser auf die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt vorbereitet seien. Nicht das einzige gute Argument, das Miller zu bieten hat, aber auf jeden Fall ein sehr guter Punkt, wie ich finde.

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