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Stern: Neue Titelstory zu Abtreibung aktuell wie vor 50 Jahren

Meike Leopold
Kommunikationsexpertin

Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Seit 2016 selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.

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Meike LeopoldSonntag, 06.06.2021

Leider beginnt dieser piq mit einem Spoiler: An der grundsätzlichen Situation hat sich seit 50 Jahren (!) nämlich nichts geändert. Das Thema bleibt ein Tabu. Der Paragraf 218 steht nach wie vor im Gesetzbuch und nach wie vor ist damit ein Schwangerschaftsabbruch für alle Beteiligten grundsätzlich strafbar. Unterdessen haben sogar Länder wie Argentinien oder Irland fortschrittlichere Regelungen für Schwangerschaftsabbrüche als Deutschland.

"Wir haben abgetrieben". Der Stern, der zusammen mit der Journalistin und Feministin Alice Schwarzer das Verdienst hat, diese berühmte Cover Story vor 50 Jahren ins Blatt und damit auch die deutsche Frauenbewegung aus der Taufe gehoben zu haben, erinnert jetzt an diesen Meilenstein in der deutschen Mediengeschichte

In der aktuellen Print-Ausgabe mit Text von Andrea Ritter und Bildern von Carolin Windel (Ausklinker der Story finden sich online) wagen sich erneut mutige und beeindruckende Frauen an die Öffentlichkeit und erzählen ihre persönliche Geschichte zum Thema Schwangerschaftsabbruch. Dazu der Stern:

Sie tun das aus denselben Gründen wie die Frauen von 1971: Sie sind wütend.

Zudem kommen bekannte Protagonistinnen wie die Frauenärztin Kristina Hänel zu Wort, die im Rahmen der Diskussion um das "Werbeverbot" für Abbrüche (Paragraf 219) bekannt wurde.

Was bedeutet ein Schwangerschaftsabbruch heute? Nicht nur hat der Paragraf 218 weiter Bestand. Es gibt zudem einen zunehmenden Versorgungsengpass, der es Frauen erschwert, eine Ärztin oder einen Arzt zu finden, die den Eingriff sicher und professionell vornimmt – etwa in Bayern. Das liegt nicht nur an dem enormen Druck, dem viele Ärzt:innen seitens radikaler Gegner einer selbstbestimmten Familienplanung ausgesetzt sind. In der Ausbildung wird der Eingriff auch immer seltener gelehrt.

Der Stern erinnert daran: Die Zahl der Abbrüche liegt in Deutschland seit Jahren konstant bei 100.000, was vergleichsweise niedrig ist. Und:

Je liberaler die Gesetzgebung und der Zugang zu medizinischer Versorgung, desto weniger Schwangerschaftsabbrüche.

Stern: Neue Titelstory zu Abtreibung aktuell wie vor 50 Jahren

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Kommentare 1
  1. Cornelia Gliem
    Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

    Ich halte ja den Paragraphen 218 grundsätzlich sogar für ... richtig, also dass der Tatbestand Schwangerschaftsabbruch irgendwie thematisiert wird. Aber in der jetzigen Form? (Mit all seinen Ableitungen wie zb dem irrwitzigen "Werbe"-Verbot?). nein.
    Ab einer gewissen Stufe - und bei "normal zumutbaren Situationen - soll der Abbruch durchaus strafbar sein.
    und zwar m. A. nach weil Frauen heutzutage allgemein gesehen nicht mehr ungewollt schwanger werden müssen. Das gehört zur erwachsenen nennenwiresmal Sexualkompetenz dazu.
    Und in der noch besseren medizintechnischen Zukunft sieht das nochmal anders aus.

    Aber um es zu betonen: in der jetzigen Form ist das Gesetz ungenügend.
    und wie sehr mich die Doppelmoral und Überheblichkeit vieler sog. ProLife-Vertreter anko**t, möchte ich festhalten:
    würde man sich doch nur halb so energisch um Geborenes Leben kümmern...

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