Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge - um den Dienst bereitzustellen, Seitenzugriffe zu analysieren und auch um Werbung zu personalisieren. Informationen über die Nutzung von piqd werden dabei auch an Dritte weitergegeben.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Feminismen

Meike Leopold
Kommunikationsexpertin

Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Seit 2016 selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.

Zum piqer-Profil
piqer: Meike Leopold
Dienstag, 06.12.2016

Roboterfrauen: Makellos, sexy und gefügig?

Roboter in all ihren Erscheinungsformen sind derzeit der große Hype. Die SZ beschäftigt sich mit der spannenden Frage, warum eigentlich viele unserer neuen artifiziellen Helfer und Begleiter altbekannte Geschlechterstereotype transportieren und weiter verstärken. Schließlich wäre das bei einer an sich neutralen Maschine gar nicht nötig.

Ich finde, dass "Gender und Robotik" ein sehr interessantes und vor allem gesellschaftlich relevantes Forschungsfeld ist. Zumal ich die Serie "Westworld" mit großem Interesse verfolge und festgestellt habe, dass die weiblichen Androiden in diesem "Freizeitpark" von ihren Schöpfern klare "Stories" zugewiesen bekommen haben.

Beispielsweise gibt es eine naive Blondine, die von den Gästen des Parks permanent auf das Schlimmste misshandelt wird und nachts von den Technikern wieder zusammengeflickt werden muss. Oder eine Prostituierte, die beinahe täglich von ihren Freiern ermordet wird. Aber: Beide brechen im Laufe der Serie aus ihren vorgegebenen Rollen aus und drehen den Spieß um: Sie entwickeln ein eigenes Bewusstsein und rächen sich an den Menschen, die sie erschaffen haben.

Roboter bieten die Chance, endgültig mit Gender-Zuweisungen zu brechen - theoretisch. Denn Menschen, und vor allem Männer, die mehrheitlich diese Maschinen entwickeln, neigen nun einmal dazu, ihre künstlichen Geschöpfe zu "vermenschlichen" und nach den üblichen Klischees zu bauen. So hat sich ein Designer mit Hilfe eines 3D-Druckers für 50.000 Dollar seine eigene "Scarlett Johannson" gebaut.

Letztlich ist die Robotik eine Technologie, die weder gut noch schlecht ist. Wir Menschen entscheiden, ob wir sie bewusst für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen wollen oder lieber weiter auf alte Stereotype setzen. Dabei sollten nicht zuletzt die Frauen ihren Einfluss geltend machen.

Roboterfrauen: Makellos, sexy und gefügig?

Dir gefällt das? Keinen piq mehr verpassen!

Kostenlos registrieren

9,2
10 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!

Kommentare 5
  1. Barbara Streidl
    Barbara Streidl · vor 5 Monaten

    Interessant und spooky zugleich. Ich kenne die Serie gar nicht, stelle mir das gerade ganz schön bitter vor. Danke!

    1. Meike Leopold
      Meike Leopold · vor 5 Monaten

      Hi Barbara, Westworld anzuschauen lohnt sich auf jeden Fall! lg, Meike

  2. Theresia Enzensberger
    Theresia Enzensberger · vor 5 Monaten

    Sehr interessant! Nicht ganz dasselbe, aber ich habe mich mal mit der Darstellung von Roboterfrauen in Serien und Filmen beschäftigt: www.zeit.de/kultur/fi...

    1. Meike Leopold
      Meike Leopold · vor 5 Monaten

      super, danke, wird meine Ubahn-Lektüre heute :)

    2. Theresia Enzensberger
      Theresia Enzensberger · vor 5 Monaten

Bleib immer informiert! Hier gibt's den Kanal Feminismen als Newsletter.