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Patriarchaler Backlash: Warum Autokraten Angst vor Frauen haben

Meike Leopold
Kommunikationsexpertin

Kommunikationsexpertin mit Wurzeln im Journalismus. Unternehmensbloggerin der ersten Stunde. Buchautorin und Speakerin. Selbstständige Beraterin für (digitale) Unternehmenskommunikation. Bloggt auf www.start-talking.de.

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Meike LeopoldMontag, 18.04.2022

Die Errungenschaften der im vergangenen Jahrhundert erkämpften Frauenrechte, etwa in den Bereichen Bildung oder wirtschaftliche Gleichstellung, stagnieren weltweit oder gehen sogar wieder verloren. Gleichzeitig ist das Modell der Demokratie unter Druck geraten, autoritäre Regime mit patriarchal auftretenden Führern sind auf dem Vormarsch.

Kein Zufall, meint "Foreign Affairs" (Artikel in engl. Sprache). Frauen hätten durch ihren Einsatz im vergangenen Jahrhundert wesentlich zu einer Demokratisierung und damit zum Fortschritt vieler Länder beigetragen – und nicht nur von davon profitiert. Deshalb bekämpften Autokraten und Diktatoren die Gleichberechtigung von Frauen aktiv.

Das habe weniger mit deren persönlicher misogyner Einstellung zu tun. Vielmehr ließen sich Autokratien nur festigen, wenn die Frauen unter Kontrolle seien. Der Grund für den grassierenden Sexismus sei daher strategischer Natur, denn freie, politisch aktive Frauen seien gefährlich für autoritäre Regime. 

Ausführlich und anhand vieler Beispiele, wie Black Lives Matter oder dem Arabischen Frühling, beleuchtet der Beitrag in diesem Zusammenhang den großen Einfluss von Frauen auf den Erfolg von Protest- beziehungsweise Freiheitsbewegungen. Diese seien nachweislich erfolgreicher, wenn Frauen aktiv beteiligt sind – ob in vorderster Reihe bei Demonstrationen oder als Unterstützerinnen bei Versorgung, Schutz oder Informationsbeschaffung für die Bewegung.

Je gewaltfreier Bewegungen seien, desto mehr Frauen seien in der Regel daran beteiligt, so die Autorinnen. Das wiederum steigere die gesellschaftliche Legitimität und die Breite von Protesten und bringe mehr Kreativität und Zusammenarbeit in die jeweilige Bewegung. Wichtig für einen nachhaltigen Erfolg sei allerdings die Diversität der beteiligten Frauen. Wenn sich nur ärmere oder andere benachteiligte Gruppen für oder gegen etwas einsetzten, hielten sich die Herrschenden weniger an das Tabu, Gewalt gegen protestierenden Frauen anzuwenden. 

Weiter stellt der Beitrag fest: Je mehr Frauen an einer niedergeschlagenen Bewegung beteiligt sind, desto stärker der Backlash – siehe Belarus. Das Arsenal repressiver Maßnahmen von Autokratien gegen Frauen wiederum ist umfangreich.

- Direkte Kontrolle der Reproduktion (siehe Xi Jinpings Vorgehen gegen die Uiguren)

- Verwehren des Zugangs zu Bildung (siehe Afghanistan)

- Sexistische Rhetorik, die die Unterordnung der Frauen als etwas Erstrebenswertes darstellt (siehe Erdoğans Vorgehen in der Türkei)

- Unterdrückung und Verfolgung von LGBTQ (siehe Orbáns Politik in Ungarn)

- Das Ausspielen von Frauen gegeneinander (siehe Bolsonaros Wahlkampf in Brasilien)

- Hypermaskulines Verhalten, verbunden mit dem Framing, dass die Männlichkeit durch "Gender-Ideologie" bedroht sei (siehe Trump)

Das Fazit von "Foreign Affairs" nach dieser düsteren Analyse: 

Those who wish to combat the rising tide of authoritarianism will need to make promoting women’s political participation central to their work.

Übersetzt: Ohne die aktive Beteiligung von Frauen lassen sich Autokratien nicht bekämpfen. Anders herum gesagt: Lässt sich die Demokratie nicht effektiv schützen. 

Patriarchaler Backlash: Warum Autokraten Angst vor Frauen haben

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