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Feminismen

Margarete Stokowski
Autorin
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piqer: Margarete Stokowski
Donnerstag, 31.10.2019

Müssen Feministinnen Männer "abholen" und wenn nein, warum nicht?

Frauen können die Sache mit der Gleichberechtigung nicht alleine regeln, so viel ist klar. Unklar ist, warum Männer, die einen minimalen Beitrag zu einer gleichberechtigten Welt leisten, dafür oft so lächerlich gefeiert werden. Völlig unklar ist es natürlich nicht, denn diese Männer sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Nicole Schöndorfer hat für den Freitag über dieses Phänomen geschrieben.

Welches Feminismus-Niveau ist es, wenn Männer dafür gepriesen werden sollen, dass sie nicht sexistisch sind?

Sie erinnert an den neuseeländischen Politiker, der ein Baby im Arm hielt oder an den Titel "Spitzenvater des Jahres" für einen Mann, der Elternzeit genommen hat.

Nun sind nicht Ehemann Thiele-Eich und Parlamentspräsident Mallard, die sich vielleicht wirklich aus einer feministischen Selbstverständlichkeit heraus und nicht für ein bisschen Internet-Ruhm engagieren, das Problem. Es ist die Gesellschaft, die klatscht, wenn ein Mann das Mindeste tut. Das heißt nicht, dass man sich nicht freuen darf über solche Bilder, man sollte sich nur fragen, ob man parallel auch einer Frau, die ihr Baby füttert, so zujubelt.

Aber Feminismus müsse sich doch auch an Männer richten, und sie auch dafür anerkennen, wenn sie etwas richtig machen, heißt es dann oft. Mittelmäßiges Argument, schreibt Schöndorfer:

Es bedeutet nämlich im Wesentlichen, dass Feminismus auch die ohnehin privilegierte Lebensrealität der Unterdrücker verbessern soll, damit diese für die Unterdrückten schlussendlich nicht mehr so bedrohlich sind und sie mehr oder weniger diskriminierungsfrei leben können. Was soll das für ein Deal sein?

Und:

Wenn Männer nur feministische Verbündete sind, wenn sie dafür von Frauen und Gesellschaft belohnt werden, dann ist das eine misogyne Haltung. Denn dann wollen sie etwas haben von ihrem Einsatz. Entweder einen Abbau von Pflichten oder eine andere Gegenleistung, die nicht einfach in einem besseren Leben unterdrückter Gruppen besteht.

Müssen Feministinnen Männer "abholen" und wenn nein, warum nicht?
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Kommentare 1
  1. Marcus von Jordan
    Marcus von Jordan · Erstellt vor 17 Tagen ·

    Sicherlich ist der männliche Anspruch mitgenommen zu werden nicht zu rechtfertigen, aber ist es andersrum falsch, zu versuchen Männer mitzunehmen? Ich bin jedenfalls dankbar dafür und kann berichten, dass es hilft und Denkprozesse beschleunigt.

    Klar ist "was drin" für Männer in der feministischen Gesellschaft. Ich verstehe nicht, was daran falsch sein soll...? Vielleicht wird der babyfütternde Präsident gar nicht als feministische Person gefeiert, sondern es trifft ihn einfach nur die Freude über das Bild, über eine neue Normalität oder mindestens die beginnende Auflösung einer falschen Normalität?

    Oder anders gesagt: eine in Jahrtausenden gefestigte, gesellschaftliche Realität ist nicht per Knopfdruck zu ändern. Die natürlich durchaus angemessene Ungeduld wäre meiner Ansicht nach besser auf das Starre reflektiert, als auf das, was sich bewegt.

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