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Feminismen

"I'll tell you what I want": 25 Jahre "Wannabe" von den Spice Girls

Margarete Stokowski
Autorin
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Margarete StokowskiSamstag, 10.07.2021

Ja, wir werden alle nicht jünger und "Wannabe" von den Spice Girls ist jetzt 25 Jahre alt. Happy Birthday! Frank Jöricke schreibt hier für Neues Deutschland über das Lied:

»Ich sag dir, was ich will, was ich wirklich, wirklich will. Also sag mir, was du willst, was du wirklich, wirklich willst. Ich will, (ha) ich will, (ha) ich will, (ha) ich will, (ha) ich will wirklich, wirklich, wirklich zig-a-zig-ah.« Noch Fragen?

Das ist nicht die Art von Versen, mit denen man Bob-Dylan-mäßig die Nobelpreisjury überzeugt. Aber es sind Zeilen, die Millionen von Mädchen und Frauen rund um den Erdball verstanden. An jenem 8. Juli 1996 traten die Spice Girls mit »Wannabe« eine Lawine los. Doch darüber ging die seriöse Fachpresse zunächst geflissentlich hinweg. Für sie war die Single Konfektionsware. Dass dieses Industrieprodukt in 37 Ländern der Welt auf Platz eins schoss, schien nur zu bestätigen, wie clever es gemacht war.

Die Karriere der Spice Girls begann mit Anlaufschwierigkeiten, schreibt Jöricke:

Als die Sängerinnen bei einem internen Probeauftritt die vorgegebenen Liedtexte um Rap-Einlagen ergänzten, stieß das auf wenig Gegenliebe. Die Frauen waren als Projektionsfläche für Fans verpflichtet worden. Sie sollten zu Musik vom Band rhythmisch ihre Körper bewegen. Dass sie mit eigenen Vorstellungen vorpreschten, war nicht vorgesehen. Doch genau das schwebte den gecasteten Sängerinnen vor. Ihnen fehlte vielleicht das Handwerkszeug, um professionell Stücke zu schreiben, aber dafür verfügten sie über das, wovon Pop seit jeher lebt: Ideen und Inspiration.

Es klappte dann letztlich, wie wir heute wissen, sehr gut.

Für das Grundgerüst von »Wannabe« benötigten die Spice Girls eine halbe Stunde. Natürlich ging es dabei drunter und drüber. Melanie C beschrieb es so: »Du bist in einer Clique, amüsierst dich, und dir kommen affige Wörter in den Sinn. Wir waren also im Studio, kicherten rum und erfanden dieses alberne Wort zig-a-zig-ah« – über das sich später die halbe Welt den Kopf zerbrach.

Ich war zehn, als das Lied rauskam, und habe erst Jahre später gesehen, dass "Wannabe" kein bloß harmloses Partylied ist, sondern eine ziemlich klare, auch politische Ansage.

»Wenn du meine Liebe sein willst, musst du mit meinen Freundinnen klarkommen.« Die Girl Power, die sich darin ausdrückt, hatte – auch wenn zynische Zeitgenossen damals das Gegenteil behaupteten – nichts mit Marketing zu tun. Vielmehr praktizierten die Spice Girls sogar in geschäftlicher Hinsicht solidarische Schwesterlichkeit. Da sich bei vielen Liedern ohnehin nicht rekonstruieren ließ, wer wie viel Prozent zum Ergebnis beigetragen hatte, beschlossen die Mädchen kurzerhand, die Anteile an den Songrechten gleichberechtigt aufzuteilen. Das war 1996 in der Popbranche ein Novum.

Zur feministischen Energie der Spice Girls schreibt Jöricke:

Die Girl Power war hörbar, sichtbar, fühlbar. Der Gegenentwurf zur grauen, tristen Männerwelt. Inwiefern die Spice Girls dadurch den Feminismus vorangebracht haben, darüber müsste man noch mal in aller Ruhe reden.

Weiß ich gar nicht, ob man das müsste. Ich würde einfach sagen: Klar haben sie, sonst würde man nicht 25 Jahre später noch über diesen Song und seine Bedeutung reden. Kann man auch einfach mal anerkennen.

"I'll tell you what I want": 25 Jahre "Wannabe" von den Spice Girls

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