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Feminismen

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Montag, 14.03.2016

Die Geschichte des Bartes. Warum volles Gesichtshaar historisch Krisen der Männlichkeit markiert

Der amerikanische Kulturwissenschaftler Christopher Oldstone-Moore hat ein Buch zur Geschichte des Bartes geschrieben, das er in diesem wunderbaren, kleinen Essay vorstellt. Man lernt, dass Alexander der Große das Rasieren eingeführt hat, um sich in der Tradition römischer Herrscher zu inszenieren, und dass die katholische Kirche jahrhundertelang glaubte, dass die Rasur den Mann ein Stück näher zu Gott brachte. Oldstone-Moores Hauptthese ist, dass es immer dann zu einer Renaissance des vollen männlichen Gesichtshaars kommt, wenn sich besagte Männer und ihre Männlichkeit in einer Krise befinden. Besonders schön ist seine Parallele zwischen David Beckham und den Londoner Bankern in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die während sie in Büros auf der Fleet Street arbeiteten, Bärte trugen, weil diese signifizierten, dass der Platz des Mannes draußen in der Wildnis sei. Super Text!

Die Geschichte des Bartes. Warum volles Gesichtshaar historisch Krisen der Männlichkeit markiert
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