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Feminismen

Annett Gröschner
Schriftstellerin und Journalistin
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piqer: Annett Gröschner
Dienstag, 01.12.2015

Die Fotos ihrer alten Leben sind noch auf den Handys. Geflüchtete IS-Frauen erzählen

Bis vor wenigen Jahren waren sie junge Frauen des 21. Jahrhunderts. Sie mochten, Hollywood oder Bollywood, sie speicherten Familienfotos auf ihren Handys, schminkten sich und studierten Englisch an der Uni, gingen im Sommer nachts spazieren und trugen die Haare offen. Dann eroberte der IS die Stadt in der sie lebten, das syrische Raqqa. Dua, Aws und Asma entschieden sich für die Kollaboration mit der IS, um zu überleben und ohne deren Ideologie zu teilen. Sie heirateten ausländische Kämpfer. Sie durften nicht schwanger werden, um die Moral ihrer Männer nicht zu untergraben – die sollten sich mit ihren Sprengstoffgürteln leicht von der Erde verabschieden. Die nächsten Kämpfer standen schon bereit, um die Witwen zu heiraten. Als Sittenwächterinnen verfolgten die Frauen jene, die unter Niqabs und Abayas noch geschminkt waren oder die Roben zu eng trugen. Bis sie es nicht mehr aushielten und in die Türkei flohen. Azadeh Moaveni von der New York Times haben sie ihre Geschichten erzählt.

Die Fotos ihrer alten Leben sind noch auf den Handys. Geflüchtete IS-Frauen erzählen
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