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Feminismen

Daniel Schreiber
Autor und Journalist
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piqer: Daniel Schreiber
Samstag, 08.10.2016

Der Punkt von Trumps Video-Skandal ist nicht Sex, sondern seine toxische Auffassung vom Mann-Sein

Die Wahlen in Amerika setzen mir zu wie keine andere Wahl je zuvor. Nicht nur, weil es um so viel geht, sondern auch, weil immer wenn man denkt, tiefer könnten politische Standards nicht sinken, deutlich wird, dass es noch viel schlimmer geht. Wir haben heute morgen fast alle Trumps ekelhaftes Video gesehen, in dem er von seinen sexuellen Übergriffen auf Frauen prahlt. In fast allen Medien wird das Problem des Videos als ein Problem des „explizite Redens über Sex" dargestellt. Was in sich auch gleich wieder eine Art Skandal ist. Dieser Artikel von James Hamblin macht deutlich, dass nicht Trumps Sex-Talk das Problem ist, sondern sein entmenschlichender, frauenverachtender  Sexismus. Was seine Worte beschreiben, sind gewalttätige, sexuelle Nötigung. Hamblin stellt dar, wie wichtig es ist, dass wir das auch so benennen. Wenn wir es nicht tun, so Hamblin, würden wir dem Weiterbestehen der neuerdings wieder so virulenten supertoxischen Auffassungen vom Mann-Sein nur Vorschub leisten.    

Der Punkt von Trumps Video-Skandal ist nicht Sex, sondern seine toxische Auffassung vom Mann-Sein
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