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Feminismen

Frauenrechte

In der westlichen Welt haben die Frauen Rechte, sind gleichberechtigt und emanzipiert - ist das so? Oder sagen wir das nur, um Flüchtlingen und Migranten eine Kultur unterzujubeln, die so gar nicht zu den Werten unserer freien westlichen Welt passt? In diesem Kanal geht es um die Doppelmoral westlicher Gesellschaften, in denen ein Auto besser geschützt ist als eine Vagina und ein perfektes Verhütungsmittel nicht auf den Markt kommt - vielleicht, weil es für Männer ist.

Weitere Informationen zum Thema Frauenrechte

Der Begriff der Frauenrechte bezeichnet die Rechte einer Frau im jeweiligen Land. Hierzulande sind Frauen den Männern offiziell gleichgestellt, es gibt vor dem Gesetz keinen Unterschied mehr allein durch das Geschlecht. In anderen, patriarchalischer eingestellten Ländern ist das durchaus noch anders, meistens nimmt die Religion in diesen Regionen Einfluss auf die Gesetzgebung und die Frauenrechte.

Was sind Frauenrechte?
Frauenrechte sind Menschen- und Freiheitsrechte, die Frauen innerhalb einer Gesellschaft beanspruchen. Hierzulande sind die Frauenrechte gleichzusetzen mit den Rechten, die auch ein Mann genießt, vor dem Gesetz werden die Geschlechter gleich behandelt. In der Geschichte der Menschheit und auch in anderen Kulturkreisen der Moderne ist das jedoch nicht die Regel. Islamische Gesellschaften oder auch die Kulturen, aus denen Westeuropäer hervorgehen, definierten die Rechte und Pflichten der Frau sehr unterschiedlich. Mit den Frauenrechtsbewegungen der westlichen Gesellschaft erkämpften sich Frauen nach und nach die gleichen Rechte wie Männer, darunter das Wahlrecht oder das Recht, arbeiten zu gehen, ohne vorher einen Mann um Erlaubnis bitten zu müssen. Viele dieser heute als selbstverständlich angesehenen Rechte der Frauen waren noch vor wenigen Jahrzehnten nicht einmal in unserer Gesellschaft üblich.

Frauenrechte in der Geschichte
Die Rechte und gesellschaftliche Stellung der Frau unterlag auf der ganzen Welt meist dem Denken patriarchalischer Gesellschaften. Seltener sind Matriarchate, diese gab es im Laufe der Geschichte nur sehr vereinzelt - doch wenn, waren die Frauen den Männern gleichgestellt oder sogar übergeordnet. Die Rechte der Frauen hingen geschichtlich mit ihrer Stellung in der Gesellschaft zusammen. In den meisten europäischen Ländern wurde die Frau vom Vater, anschließend vom Ehemann abhängig gemacht und ihre Rechte unterstanden seinen. Dabei gab es immer wieder Frauen, die nicht in diese Schemata passten. Im antiken Griechenland gab es die Hetären, die zwar als Prostituierte arbeiteten, aber gesellschaftlich sehr angesehen und gebildet waren. Im Frühislam konnten Frauen sogar erben, die erste Frau Mohammeds (Chadīdscha bint Chuwailid) war sogar Unternehmerin und verfügte über ein gewaltiges eigenes Vermögen. In vielen Naturvölkern lässt sich beobachten, dass die Frau als Geberin des Lebens und Bindeglied der Gesellschaft ein sehr hohes Ansehen genoss, das teilweise sogar höher war als das des Mannes.

Der gesellschaftliche Kampf um die Frauenrechte
In der westlichen Kultur kämpfen Frauen schon seit Jahrhunderten Stück für Stück für den heutigen Status der Frauenrechte. Ausschlaggebend dafür war das Zeitalter der Aufklärung, das sich erstmals für Frauenrechte einsetzte und postulierte, dass auch die Frauen der Gesellschaft eine Stimme hatten. Dabei gab es zwar weltweit ähnliche Bewegungen, allerdings war die Rechtssprechung zugunsten der Frau je nach Staat etwas unterschiedlich. So gibt es in manchen EU-Ländern das Frauenwahlrecht erst seit wenigen Jahrzehnten, während es in anderen schon seit dem frühen 20. Jahrhundert existiert. Gegenstand der Frauenrechtsbewegung waren dabei Wahlrecht, Recht auf Arbeit und Berufswahl, Unabhängigkeit von einem Vater oder Ehemann, Recht auf Abtreibung, Recht auf Eigentum und Besitz, Zugang zu Bildung, Schutz vor Vergewaltigung oder Rechte an den ehelichen und unehelichen Kindern. Eng mit Frauenrechten war dabei der gesellschaftliche Status der Frau verbunden, denn mit jedem den Frauen zugestandenen Recht änderte und besserte sich ihre gesellschaftliche Stellung.