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Feminismen

Diskriminierung

Diskriminierung von Frauen findet überall statt. In diesem Kanal finden sich viele Beispiele dafür, wie Erfindungen, Errungenschaften und Leistungen von Frauen übersehen, marginalisiert und bagatellisiert werden. De facto spielen Frauen in allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens entscheidende und initiierende Rollen und werden dennoch systematisch benachteiligt und diskrimiert.

Weitere Informationen zum Thema Diskriminierung

Diskriminierung äußert sich im vollständigen oder teilweisen Ausschluss bestimmter Menschen, Menschengruppen oder Lebensentwürfe aus der Mehrheitsgesellschaft. Wer sich nicht anpasst oder, wenn es um deutlich sichtbare unveränderbare Eigenschaften wie Hautfarbe, Geschlecht oder andere körperliche Gegebenheiten geht, wer einfach anders ist als die Norm, muss Benachteiligungen und herabwürdigende Behandlung, die in manchen Fällen bis zu körperlichen Übergriffen und Verfolgung durch Staatsorgane reichen, aushalten.

Diskriminierung sollte in unserer modernen Zeit eigentlich keine Rolle mehr spielen. Leider ist das Gegenteil der Fall. In fast allen Bevölkerungsgruppen gibt es die Diskriminierung anderer und fast jede, wenn nicht jede Minderheit ist von Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft betroffen.

Betroffen sind die so genannten "Behinderten" genauso wie Menschen mit nicht weißer Hautfarbe, sexuelle Minderheiten wie Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle, aber auch Menschen, die in ihrer Heimat diskriminiert und verfolgt wurden und deshalb bei uns Zuflucht suchen, werden in vielen Fälle erneut diskriminiert. Ausländer, Flüchtlinge, ja sogar die Nachkommen der ehemaligen Gastarbeiter, die vor Jahren nach Deutschland geholt wurden, um das Wirtschaftswunder möglich zu machen, erleiden in zweiter und dritter Generation nach wie vor Diskriminierung, ganz unabhängig davon, wie angepasst und integriert sie ihr Leben führen.

Ebenso leiden Angehörige bestimmter Religionsgemeinschaften unter Diskriminierung. In unserer christlichen Gesellschaft trifft dies vor allem Muslime, aber auch viele kleine und wenig bekannte religiöse Gemeinschaften. Auch Teile der Bevölkerung, die keiner Minderheit angehören, erfahren Diskriminierung von vielen Seiten. So sind Frauen bis heute nicht wirklich gleichberechtigt mit den Männern, selbst die Bezahlung für gleiche Arbeit unterscheidet sich in vielen Bereichen nach wie vor. Auch ältere und alte Menschen, die einen immer größeren Teil der deutschen Bevölkerung ausmachen, werden in vielerlei Hinsicht diskriminiert. Das beginnt im Berufsleben, wo ältere Jahrgänge sehr große Schwierigkeiten haben, eine neue Anstellung zu finden, wenn sie ihre Arbeitsstelle verloren haben, und reicht bis zur Altersarmut, die immer weiter um sich greift.

Selbst Menschen, die eigene Diskriminierung erleiden, sind nicht davor gefeit, andere ebenfalls zu diskriminieren. Wer beispielsweise aus religiösen Gründen diskriminiert wird, kann durchaus innerhalb der eigenen Gemeinschaft Behinderte, Alte, sexuelle oder andere Minderheiten diskriminieren. Solange die eigene Gruppe als Normalität erlebt wird, ist die Diskriminierung anderer kaum zu umgehen.

Diskriminierung geht durch alle Bevölkerungsschichten und erfolgt nicht immer bewusst und absichtlich. Mehrheiten laufen immer Gefahr, Diskriminierung gar nicht zu erkennen und sie doch auszuüben. Ein erster und wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Zusammenleben ohne Diskriminierung ist deshalb die Bereitschaft, die eigene "Norm" in Frage zu stellen, andere Menschen und andere Lebensweisen zu akzeptieren und sich gegenseitig mit Offenheit zu begegnen.