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Feminismen

Stefanie Lohaus
piqer: Stefanie Lohaus
Dienstag, 20.10.2015

Aufgrund der Wirtschaftskrise können sich spanische Frauen nun schwerer aus gewalttätigen Beziehungen befreien. Die Mordrate geht hoch, die Regierung tut wenig.

Autorin Kirsten Achtelik macht darauf aufmerksam, dass die sogenannte Finanzkrise unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschlechter hat. In Spanien müssen es zerstrittene Paare länger miteinander aushalten, weil sie sich keine zwei Wohnung leisten können. Besonders schwierig und gefährlich ist das für Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden. In den vergangenen zwei Jahren wurden jeweils 54 Frauen ermordet – in den meisten Fällen von ihrem Partner, bis Mitte September diesen Jahres waren es bereits 30. Sie haben 26 Kinder hinterlassen. Feministinnen verurteilen die Regierung, die zwar ein Hilfetelefon eingerichtet hat, aber ansonsten untätig bleibt.

Aufgrund der Wirtschaftskrise können sich spanische Frauen nun schwerer aus gewalttätigen Beziehungen befreien. Die Mordrate geht hoch, die Regierung tut wenig.
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Kommentare 1
  1. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor mehr als einem Jahr

    Der letzte Absatz ist auch makaber:
    "In Spanien ist die Eizellspende legal, das »Bioethische Komitee von Katalonien« empfiehlt beispielsweise eine Aufwandsentschädigung von 1 000 Euro pro Abgabe, für die Unannehmlichkeiten, den Zeitaufwand und die medizinischen Risiken. Für Frauen ohne Job und Arbeitslosengeld ist das viel Geld. Zwar gibt es eine gesetzliche Beschränkung auf sechs Eizellspenden pro Frau, das wird aber nicht kontrolliert und es gibt kein zentrales Register. Die Spenderinnen können in jeder privaten Reproduktionsklinik sich aufs Neue Eizellen entnehmen lassen."

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