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Feminismen

Dana Buchzik
piqer: Dana Buchzik
Dienstag, 15.03.2016

Anita Sarkeesian startet Großprojekt: „Daring to Defy History“

Wir erinnern uns: Die Kommunikationswissenschaftlerin Anita Sarkeesian veröffentlichte im Jahr 2011 eine Videoserie namens „Tropes vs. Women“, in der sie weibliche Stereotype in Videospielen kritisch hinterfragte. Es folgte ein Shitstorm erster Güte: Hackerattacken, ein Flashgame namens „Beat up Anita Sarkeesian“, rassistische Hetze, Vergewaltigungs- und sogar Bombendrohungen – es war wirklich alles dabei.

Sarkeesian hat sich nicht einschüchtern lassen und widmet ihre Arbeit auch weiterhin Stereotypen und Rollen-Klischees in der Populärkultur. 2014 erhielt sie – als erste Frau – von der International Game Developers Association den „Ambassador Award“ der Game Developers Choice Awards.

Zum internationalen Frauentag am 08. März 2016 verkündete sie ihr neues Großprojekt: Die fünfteilige Video-Serie „Ordinary Women: Daring to Defy History“.

Ihr Projekt, so Sarkeesian, will Frauen, deren Leistungen nicht oder kaum gewürdigt werden und von denen die Geschichtsbücher viel zu selten erzählen, ein weiteres Mal in die Geschichte einschreiben – diesmal mit mehr Nachdruck.

In diesem Zusammenhang empfehle ich die sehr feine Slideshow „Famous women in history“, in der unter anderem Dorothea Dix, die sich im 19. Jahrhundert unermüdlich für eine Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen einsetzte, Sandra Day O'Connor, die erste Frau am Obersten Gerichtshof der USA, und die großartige Autorin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou porträtiert werden.

Anita Sarkeesian startet Großprojekt: „Daring to Defy History“
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Kommentare 4
  1. Pavel Lokshin
    Pavel Lokshin · vor mehr als einem Jahr

    Prima Piq, aber der Link zur Slideshow zum Schluss funktioniert nicht.

    1. Dana Buchzik
      Dana Buchzik · vor mehr als einem Jahr

      Lieber Pavel, merci für den Hinweis! Fehler ist behoben. Liebe Grüße!

  2. Niklas Kaumanns
    Niklas Kaumanns · vor mehr als einem Jahr

    Ich möchte darauf hinweisen, dass im 'Fall Sarkeesian' auch sehr viel valide Kritik an Ihrer Arbeit und Vorgehensweise gemacht wurde. Unteranderem handelte es sich darum, dass Sie vor Reviews nicht anmerkte, dass sie persönlich den Entwickler kannte oder Videoausschnitte anderer ohne Nachfrage kopierte.
    Dazu gab sie nie eine Erklärung ab und konzentriete sich stets auf die, und die ich auch absolut widerlich finde, Drohungen und Hetze.
    Verständlich, jedoch finde ich das Sarkeesian häufig besser dargestellt wird, als ihre Vergangenheit tatsächlich ist.

    1. Christian Huberts
      Christian Huberts · vor mehr als einem Jahr

      Welche »Reviews« von Sarkeesian denn? Ich kenne da nur welche zu sehr populären Titeln wie Assassin's Creed Syndicate. Das ist keine »valide Kritik«, sondern erstmal einfach nur eine Unterstellung »ad hominem«, die aus Nähe (die sich in jedem Kulturbereich/jeder Kulturindustrie kaum vermeiden lässt) zwingend Korrumpierung imaginiert.

      Und zu den Videoausschnitten: Feminist Frequency gilt offiziell als »non-profit« und profitiert daher von der Fair Use-Regelung in den USA (de.wikipedia.org/wiki/Fair...). Nachfragen wäre natürlich nett gewesen, ist aber a.) rechtlich nicht notwendig und b.) bei der Menge an Material kaum praktikabel. Und dort, wo eine Urheberrechtsverletzung konkreter im Raum stand, hat Feminist Frequency auch Stellung bezogen (femfreq.tumblr.com/post/7988...).

      Das heißt alles nicht, dass die Arbeit von Anita Sarkeesian nicht auch zu kritisieren wäre. Aber die immer gleichen und immer wieder widerlegten »Kritikpunkte«, die regelmäßig vorgetragen werden, sind einfach Unsinn. Besser wäre: Sich tatsächlich mit den Inhalten auseinandersetzen und dann auf Ebene der Inhalte kritisch argumentieren.