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Feminismen

Natalie Mayroth
Journalistin, Kulturwissenschaftlerin, Netizen
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piqer: Natalie Mayroth
Montag, 31.12.2018

Alte, weiße Männer oder die Norm für die Gesellschaft?

Ein Grund, warum ich Nancy Faser als Theoretikerin so liebe, ist, dass sie den weißen, hetero-Mann nicht als Norm sieht – und das vor #metoo und vor 13 Jahren Bundeskanzlerin. Durch Zufall hatte ich ein Hauptseminar belegt, das sie und ihre kritische Theorie zum Thema hatte. Sie widerspricht Habermas, man könne von dem Menschen in der Gesellschaft sprechen, weil wir nicht alle gleich sind und nicht die gleichen Voraussetzungen haben, auch wenn das sehr schön wäre. Was sie Anerkennungspolitik nennt, ist eine Antwort auf strukturelle Diskriminierung. Die hat im Jahr 2018 ein quasi-Schimpfwort geboren: die alten, weißen Männer.

Viele alte, weiße Männer haben sich daraufhin aufgeregt, manche hatten auch Verständnis wie der SZ-Magazin-Autor Till Raether und andere haben es zum Anlass für ein Buch genutzt wie Sophie Passmann. Marina Weisband reflektiert den Begriff zwischen Privilegien-Check und Hoffnung, dass sich jetzt etwas ändert und eine vielfältige Gesellschaft Normcore wird. 

Am Ende des Jahres schien diese Diskussion fast leidig, doch sie ist wichtiger denn je, denn ohne sie kann sich auch in Deutschland nichts ändern. Also hört mal rein. Weiße, alte Männer nicht ausgeschlossen. 

Alte, weiße Männer oder die Norm für die Gesellschaft?
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