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Wodka-Red-Bull auf Ibiza: Das Video, über das der österreichische FPÖ-Vizekanzler stürzen könnte

Simone Brunner
Freie Journalistin

Freie Journalistin aus Wien mit Fokus auf Ukraine, Belarus und Russland. Schreibt für das Journalistennetzwerk n-ost (Link: http://ostpol.de/autoren/view/812).

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Simone BrunnerFreitag, 17.05.2019

In Österreich gibt es seit Freitagabend kein anderes Thema: ein Video, das den derzeitigen Vizekanzler und FPÖ-Chef HC Strache und seinen Parteikollegen Johann Gudenus bei einem feucht-fröhlichen Plausch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte zeigt. Das hier Gezeigte, laut Recherchen der SZ, des Spiegel und des Falter im Sommer 2017 aufgenommen, ist wirklich unglaublich: Strache und Gudenus prahlen damit, welche Unternehmen sie finanziell über einen "Verein" (am Rechnungshof und somit dem Parteiengesetz vorbei) unterstützen, sie sprechen über einen möglichen Einstieg der Russin in die größte österreichische Tageszeitung Kronen Zeitung und sollte Strache – mit medialer Unterstützung der Russin – tatsächlich in die Regierung kommen (wenige Monate später, bei den Nationalratswahlen, wurde er tatsächlich Vizekanzler), verspricht er Vorteile für die Oligarchin – in Form von überteuerten Staatsaufträgen. Dazwischen lässt er Sätze fallen wie "Journalisten sind sowieso die größten Huren auf dem Planeten" oder „Wir wollen eine Medienlandschaft ähnlich wie der Orban aufbauen“.

Zuletzt ist in Österreich kaum ein Tag ohne FPÖ-Skandal (ein Beispiel hier und hier) vergangen. So tief konnte man in der Republik aber bisher nicht in die Seele der FPÖ-Führung blicken, die hier freigiebig und prahlerisch bei Wodka-Red-Bull schon mal zukünftiges Steuergeld verhökert. Wenngleich nur rhetorisch, denn das russische Lockangebot wurde – von wem, ist bisher nicht bekannt – inszeniert.

Wie es auch in der Affäre weitergehen wird – es ist zweifellos die schwerwiegendste Krise der ÖVP-FPÖ-Regierung seit ihrem Antritt 2017. Fraglich, ob das die Koalition überleben wird.

Wodka-Red-Bull auf Ibiza: Das Video, über das der österreichische FPÖ-Vizekanzler stürzen könnte

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Kommentare 1
  1. Ferdinand H
    Ferdinand H · vor mehr als 3 Jahre

    So ein Verhalten von Politikern sollte auf besondere Art und Weise vom Gesetzgeber geahndet werden. Wer so handelt verliert sämtliche Integrität und hat sein Volk zum eigenen Vorteil ausgenutzt. Interessant fände ich aber noch die anderen Hintergründe: Wer organisiert so etwas? Wieso wird dies erst 6 Monate nach Bekanntwerden veröffentlicht? Wieso treffen sich so hohe Führungsebenen von Politikern mit einem Fake (gibt es keine Hintergrundchecks?)? Wer profitiert davon dies gerade jetzt zu veröffentlichen (bzw. vor 6 Monaten)?

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