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Europa

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

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piqer: Eric Bonse
Sonntag, 10.11.2019

Was Macron wirklich sagte

Der französische Staatschef Emmanuel Macron hat ein Interview gegeben. Dabei ist etwas Ungewöhnliches passiert: Ohne genau zu analysieren, was Macron zu sagen hatte, oder ohne bei ihm nachzufragen, wurde er schon dementiert. Kanzlerin Merkel, Ex-Verteidigungsministerin von der Leyen und Außenminister Maas beeilten sich derart, Macrons Aussagen öffentlich zurückzuweisen, dass man fast schon vermuten musste, er habe ins Schwarze getroffen.

Doch was hat Macron wirklich gesagt? Dass die Nato "gehirntot" ist und deshalb auf den Müllhaufen der Geschichte gehört? Dass die EU "am Abgrund steht" und deshalb nicht mehr der Mühe wert ist? Dass die USA Europa den Rücken kehren und deshalb nicht mehr zählen? Nein, all das hat Macron NICHT gesagt. Die Zitate sind richtig, aber aus dem Zusammenhang gerissen und falsch interpretiert. Wer Macron verstehen will, sollte sein Interview im Original nachlesen.

Wer sich dieser Mühe unterzieht, wird schnell feststellen, dass sich der "Gehirntod" der Nato auf ein konkretes Ereignis bezieht – den unkoordinierten Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien. Und dass es ihm vor allem darum geht, die Europäer aufzurütteln. Denn – so die französische Analyse – auf die USA unter Donald Trump kann sich die EU nicht mehr verlassen. Man muss diese Analyse nicht teilen. Doch man sollte sich wenigstens die Mühe machen, sie zu lesen und zu verstehen.

Was Macron wirklich sagte
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Kommentare 2
  1. Ulrich Krökel
    Ulrich Krökel · Erstellt vor etwa einem Monat ·

    "Etwas ungewöhnlich" finde ich, dass Sie Kanzlerin Merkel, der gewählten EU-Kommissionschefin von der Leyen und Bundesaußenminister Maas und allen möglichen anderen unterstellen, sie hätten "ohne genau zu analysieren, was Macron zu sagen hatte", die Aussagen des französischen Präsidenten öffentlich zurückgewiesen. Glauben Sie ernsthaft, dass so ein Text vor der Reaktion nicht gelesen wird?
    Im Übrigen hätte ich gern gewusst, von wem all die "falschen Interpretationen" stammen, die Sie anführen (Müllhaufen der Geschichte, nicht der Mühe wert, Rücken kehren etc.). Piqd bietet die wunderbare Möglichkeit, solche Stellen zu verlinken.
    Ich meinerseits würde die Behauptung in den Raum stellen, dass Macron sehr genau wusste, was er da sagt, wenn er Begriffe wie "Hirntod" verwendet, und dass er damit eine möglichst wuchtige Wirkung erzielen wollte. Sie sagen: Er wollte aufrütteln. Meinetwegen. Aber man kann doch nicht gleichtzeitig mit Vorschlaghammerbegriffen um sich schlagen und sich dann beschweren, dass andere darauf direkt und kraftvoll reagieren statt mit feinzisilierten Analysen.

    1. Eric Bonse
      Eric Bonse · Erstellt vor etwa einem Monat ·

      Das Macron-Interview erschien am Freitag. Wenige Stunden später haben Merkel und von der Leyen schon reagiert, von der Leyen sogar in ihrer Berlin-Rede zum Mauerfall. Das ist sehr ungewöhnlich. Maas zog dann am Samstag nach. Keiner von den dreien hat versucht, Macrons Kritik an der Nato nachzuvollziehen oder einzuordnen. Dabei kommen Nato-Diplomaten in Brüssel zu ganz ähnlichen Schlüssen wie Macron. Und wie sagte nochmal Trump? Die Nato ist "obsolet"...

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