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Europa

Ulrich Krökel
Osteuropa-Korrespondent
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piqer: Ulrich Krökel
Mittwoch, 02.11.2016

Polnische Präventivschläge gegen neue Flüchtlingsroute

Beim Lesen des Textes über die Flüchtlingsprobleme an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland schoss mir sofort das Wort Nebenkriegsschauplatz durch den Kopf - und ich erschrak fast im selben Augenblick. Ist denn aus der Flüchtlingskrise schon ein Flüchtlingskrieg geworden? Die Festung Europa jedenfalls rüstet sich immer stärker für einen "Abwehrkampf", den manche zu führen glauben, allen voran der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, aber auch die rechtsnationale PiS-Regierung in Polen. Elena Kachanovich-Shlyk mutmaßt in ihrem Bericht für die internationale Ausgabe der dezidiert linken Krytyka Polityczna, dass die polnische Grenzpolizei gegen Asylsuchende aus dem postsowjetischen Raum mobil mache, um eine mögliche neue Flüchtlingsroute in die EU (statt der geschlossenen Balkanroute) schon im Vorfeld zu blockieren, also bevor sie überhaupt zur Route werden könnte. Noch ist die Lage in Brest eher unklar, aber viel spricht dafür, dass nationalistische Politiker in Warschau bereits in den Startlöchern hocken, um im Stil Viktor Orbáns endlich ihre Entschlossenheit im "Verteidigungskampf für das christliche Abendland" demonstrieren zu können.

Ja, wenn das so weiter geht, sind wir bald im Flüchtlingskrieg.

Polnische Präventivschläge gegen neue Flüchtlingsroute

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