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Europa

Isabell Hoffmann
EU policy nerd mit besonderem Interesse an Demokratie- und Legitimationsfragen
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piqer: Isabell Hoffmann
Donnerstag, 11.08.2016

Jetzt alle mal raus aus den Ohrensesseln!

In den nächsten Jahren wird sich zeigen, wie viel Mumm wir haben. Wir, das sind alle, die in Wohlstand und Freiheit aufgewachsen sind, die gute Leben in offenen pluralen Gesellschaften führen und die jetzt merken, dass der Wind dreht. Wie werden wir reagieren? Ohren einziehen und hoffen, dass der Sturm vorüber zieht oder aufstehen und zurück pusten? 

Ist euch das jetzt zu dramatisch? 

Versteh ich. Aber es hilft nix. Man kann das mit dem Mumm, dem Sturm und dem Aufstehen auch weglassen, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass jene, die es politisch lieber bequem haben, gerade einigen Jahren der kontinuierlichen Enttäuschung entgegen sehen. 

Andreas Wirsching, Historiker, Prof, Institutsleiter in München erklärt, warum das so ist und zieht in diesem Text eine Runde über unsere jüngste Geschichte. Und auch wenn sich diese nicht wiederholen wird, so hält sie einige Lehren parat. Kleine Leseprobe? 

"Es gibt eine aus der Geschichte bekannte Konstellation, die für eine Demokratie besonders gefährlich ist. Sie entsteht dann, wenn sich auf ihrem Boden extremistische Kräfte bilden, die sich einerseits gegenseitig bekämpfen, die am Ende aber auch die Demokratie selbst treffen wollen. Fast alle europäischen Demokratien in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg sahen sich einem solchen Zweifronten-Konflikt gegenüber.

[...]

Die meisten der europäischen Demokratien brachen bis in die Dreißigerjahre zusammen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie immer weniger mutige Freunde hatten."

Und was folgt nun daraus? Erstens, siehe Überschrift. Zweitens, siehe Text. 

Jetzt alle mal raus aus den Ohrensesseln!
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