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Europa

Islamophobie, Religionsfreiheit und Minderheitenrechte

Jürgen Klute
Theologe, Publizist und Politiker
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Jürgen KluteMittwoch, 24.02.2021

Hier geht es auf den ersten Blick um eine Randnotiz. Beim zweiten Blick wird deutlich, dass diese scheinbare Randnotiz einige Brisanz entwickeln könnte. Das von Ekrem Şenol herausgegebene Migazin berichtet am 24. Februar 2021 über Pläne des dänischen Parlaments, Religionsgemeinschaften vorzuschreiben, dass zukünftig jede Predigt, die in einer anderen Sprache als der Dänischen vorgetragen wird, ins Dänische zu übersetzen und beim dänischen Kirchenministerium einzureichen sei.

Diese Regelungsabsicht entwächst der Furcht vor so genannten islamischen Hasspredigten. Da eine Regelung, die nur auf Moschee-Gemeinden zielen würde, gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstieße, geraten so plötzlich alle Religionsgemeinschaften Dänemarks ins Visier der Regulatoren. Auch die deutschsprachige Gemeinschaft in Süddänemark und deren in der Regel protestantische Kirchen, die teils auch von deutscher Seite versorgt werden. Die unterliegt aber Schutzregelungen für sprachliche und ethnische Minderheiten. So wirkt sich Islamophobie plötzlich auch störend auf ein seit Jahrzehnten eingespieltes gutes Miteinander zwischen ganz anderen gesellschaftlichen Gruppen aus.

Ergänzend zu dem Artikel sei hier noch erwähnt, dass die deutschsprachige Gemeinschaft in Dänemark vor nicht allzu langer Zeit sehr aktiv an der Europäischen Bürgerinitiative „Minority SafePack“ beteiligt war, in der es um eine stärkere Absicherung von Minderheitenrechten auf EU-Ebene geht. Erst Anfang dieses Jahres hat die EU-Kommission diese EBI beantwortet. Die islamophobischen Aktivitäten des dänischen Parlaments dürften die deutschsprachigen Dänen nachträglich darin bestärken, wie notwendig die EBI war.

Furcht – auch die vor islamischen Predigern – ist eben kein guter Berater, erst recht nicht für ein Parlament.

Islamophobie, Religionsfreiheit und Minderheitenrechte

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