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Globale Klimapolitik: Was ist eigentlich mit Russland?

Ulrich Krökel
Osteuropa-Korrespondent / Piqer für DLF-Europaformate
Zum piqer-Profil
Ulrich KrökelSonntag, 11.07.2021

Wenn in Deutschland über Klimapolitik debattiert wird, dann bildet meist das eigene Land den Bezugsrahmen. Oder die EU. Wird es global, kommen zunächst die USA ins Spiel, dann China, Brasilien und die Regionen, die von der Klimakatastrophe am härtesten betroffen sind. Aber Russland? Spielt eher eine Nebenrolle. Sicher, von auftauenden Permafrostböden und gewaltigen Waldbränden in Sibirien hört man immer wieder einmal. Aber sonst ist von Russland in den Klimadebatten eher selten die Rede, was umso irritierender ist, da das riesige rohstoffreiche Land einer der größten Produzenten fossiler Brennstoffe überhaupt ist. Ohne den Export von Gas, Öl und Kohle wären die russische Wirtschaft und damit auch der Staat kaum konkurrenz- und überlebensfähig.

Sabine Adler, einst Moskau-Korrespondentin des Deutschlandfunks, hat nun den gesamten Problemkomplex "Russische Klimapolitik" in einem äußerst hörenswerten DLF-Hintergrund aufzufächern versucht. Was selbst bei einem 20-Minuten-Stück nicht ganz leicht ist. Adler stellt zunächst den Moskauer Fridays-for-Future-Aktivisten Arshak Makichyan vor, der bei der Parlamentswahl im September in die Duma einziehen will, um dort vor allem Klimapolitik zu machen:

„Unsere Zukunft ist in Gefahr, aber in Russland redet niemand darüber. Nicht die Medien, nicht die Politiker, die nichts dagegen tun, und das, obwohl Russland weltweit den viertgrößten Ausstoß von Treibhausgasen verursacht.“

Ganz so ist es zwar nicht. Im Kreml scheint die Erkenntnis durchaus angekommen zu sein, dass der Klimawandel in Russland "ernste soziale und wirtschaftliche Folgen" haben wird, wie es Präsident Wladimir Putin persönlich formuliert. Aber an der Realität hat das bislang nichts Nennenswertes geändert:

[Adler:] So wie einerseits weiter Russlands Wälder brennen, werden andererseits ungehindert Erdöl und Gas gefördert und exportiert, wird Steinkohle abgebaut, und zwar in immer größerem Umfang. [O-Ton der Umweltaktivistin Alexandra Korolewa:] „Das ist eine heilige Kuh. Die fossilen Energieträger sind der Schlüssel für die Industrie Russlands. Und ausschließlich in diesem Sinne wird in den kremltreuen Medien darüber berichtet. Die Kohleförderung umfasst seit 2017 400 Millionen Tonnen im Jahr, was rund anderthalb Mal so viel ist wie zu sowjetischen Zeiten. Obwohl Russland das Pariser Klimaprotokoll ratifiziert hat, taucht nirgendwo der Gedanke auf, dass Russland aus der Kohlenutzung aussteigt.“

Das sollte mehr als genug Anlass sein, das Thema "Russland/Klima" stärker in den Fokus der Berichterstattung zu rücken. Der DLF hat einen starken Anfang gemacht.

Globale Klimapolitik: Was ist eigentlich mit Russland?

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