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Europa

Achim Engelberg
Dr. phil.
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piqer: Achim Engelberg
Montag, 25.04.2016

Es wird geschossen - im Kaukasus

In einem lesenswerten Artikel analysieren die beiden Autoren die Lage in Berg-Karabach, dem wohl gefährlichsten Konflikt im Kaukasus. Sie skizzieren prägnant den Verlauf seit 1988 und kommen zum Fazit:

"Die psychologischen und politischen Barrieren für die Vertrauensbildung sind immer größer und die Kompromissbereitschaft kleiner geworden, auch, weil politische Eliten beider Seiten versucht haben, den Konflikt zur Legitimierung der eigenen Herrschaft zu nutzen. Angesichts der sozio-ökonomischen Krise in Aserbaidschan und Armenien scheint die »Karabach-Karte« eher noch an Bedeutung zu gewinnen, weil sie den Eliten dazu dient, von inneren Problemen abzulenken, die »nationale Einheit« zu stärken und für Rückhalt in der Bevölkerung zu sorgen. Es ist eben nicht so, wie von vielen Beobachtern beschworen, dass der Konflikt Teil eines »Great Game« sei und seine Lösung allein von den Interessen der »Großmächte« abhänge. Der Schlüssel zu dem Konflikt liegt in der Region selbst."

Dadurch, dass es heißt, dass die Lösung nicht "allein von den Interessen" der großen Mächte abhänge, kann ich zustimmen. Dennoch gibt es im Transkaukasus Großmachtsinteressen, die für absehbare Zeit die Region mitbestimmen werden und die man noch nicht vollständig erhellen kann. Das bleibt künftigen Historikern vorbehalten. Dennoch: Dem nichttouristischen Besucher fallen nun mal die vielen Berater in einschlägigen Einrichtungen in Baku, Jerewan und anderen Gebieten der Region auf.

Es wird geschossen - im Kaukasus
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