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Europa

Ulrich Krökel
Osteuropa-Korrespondent
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piqer: Ulrich Krökel
Sonntag, 24.04.2016

Der tschechische Donald Trump

Es muss schon einiges passieren, könnte man meinen, damit politische Beobachter in einer Demokratie "den biologischen Tod eines frei gewählten Regenten" geradezu herbeischreiben. Die (dezidiert linken) tschechischen Autoren Jan Bělíček und Pavel Šplíchal tun es dennoch. Sie haben nach drei Jahren Präsidentschaft mehr als genug gesehen von Miloš Zeman, dem linkspopulistischen Staatsoberhaupt der Tschechischen Republik, wie sie in der internationalen Ausgabe der polnischen Polityka Krytyczna bekennen. So recht verdenken kann man es ihnen nicht. Zeman ist ein bekennender Stammtisch-Politiker, der, nur zum Beispiel, die "Deportation von Wirtschaftsflüchtlingen aus Europa" fordert. Bělíček und Šplíchal führen noch weitere Gründe an, warum sie den "linken" Zeman gern loswerden würden. Zugespitzt formuliert: Zeman ist ein tschechischer Donald Trump, der schon im Amt ist. Den neutralen Beobachter stimmt aber vor allem die Erkenntnis nachdenklich, dass es in der gesamten Tschechischen Republik angeblich keinen anderen Kandidaten gibt, der es im Rennen um die Präsidentschaft mit Zeman aufnehmen könnte.

Der tschechische Donald Trump
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