Kanäle
Log-in registrieren
piqd verwendet Cookies und andere Analysewerkzeuge um den Dienst bereitzustellen und um dein Website-Erlebnis zu verbessern.

handverlesenswert

Kuratoren aus Journalismus, Wissenschaft und Politik empfehlen
und kommentieren die besten Inhalte im Netz.

Du befindest dich im Kanal:

Europa

Simone Brunner
Freie Journalistin

Freie Journalistin aus Wien mit Fokus auf Ukraine, Belarus und Russland. Schreibt für das Journalistennetzwerk n-ost (Link: http://ostpol.de/autoren/view/812).

Zum piqer-Profil
piqer: Simone Brunner
Donnerstag, 17.11.2016

Der russische Politik-Skandal des Jahres: Der Fall Uljukajew

In Russland ist es der Politik-Skandal des Jahres: Der Minister für Wirtschaftsentwicklung Alexej Uljukajew wurde diese Woche verhaftet. Der Vorwurf: Er soll zwei Millionen Dollar Schmiergeld vom russischen Ölgiganten „Rosneft“ gefordert haben. In der jüngeren Geschichte Russlands ist es eine Premiere: Noch nie wurde ein amtierender Minister vor Gericht gestellt.

Während die staatsnahen Medien darin ein hartes Durchgreifen im Kampf gegen die Korruption sehen, weisen kritische Beobachter auf die zahllosen Ungereimtheiten hin. Dass das Wirtschaftsstrafrecht sowie Korruptionsvorwürfe in Russland immer wieder eingesetzt werden, um Regimekritiker zu verfolgen, hat die Spekulationen über politische oder persönliche Hintergründe der Affäre befeuert

In Russland wird derweil gerätselt: Was bedeutet der Fall Uljukajew? Ist das eine Message an andere Politiker? Uljukajew wird dem marktliberalen Lager zugezählt. Ein verdeckter Kampf der Geheimdienste gegen die Liberalen? Ein Wegweiser für die weitere Wirtschaftspolitik?  Ist jetzt selbst die Zeit der „Unberührbaren“ in den höchsten Ämtern der russischen Politik endgültig vorbei? 

Die Moscow Times hat die wichtigsten Punkte zusammen gefasst. 

Der russische Politik-Skandal des Jahres: Der Fall Uljukajew
6
3 Stimmen
relevant?

Möchtest du kommentieren? Werde piqd Mitglied!