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Europa

Eric Bonse
Finanzkrise, Eurokrise, Deflations-Gefahr: Als EU-Korrespondent in Brüssel wird man notgedrungen zum Wirtschaftexperten.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg, danach als freier Journalist nach Paris, wo mich das "Handelsblatt" engagiert hat. Seit 2004 lebe und arbeite ich in Brüssel, seit 2010 wieder freiberuflich, u.a. für "taz" und "Cicero". Zudem betreibe ich den EU-Watchblog "Lost in EUrope".

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piqer: Eric Bonse
Freitag, 14.07.2017

Der Balkan-Blues

Nicht nur in der Türkei und in der Ukraine gibt es Probleme mit der europäischen Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik. Auch auf dem Westbalkan hadern die Menschen mit der EU. Denn nach Slowenien und Kroatien haben sich die Träume von einem schnellen Beitritt nicht erfüllt.

Allerdings gibt es auch noch einen anderen, wenig beachteten Grund für den Balkan-Blues: die Flüchtlingskrise und die Politik von Kanzlerin Merkel. Dass die EU monatelang hilflos mit ansah, wie Zehntausende quer durch den Balkan nach Deutschland zogen, hat das Image der Union nachhaltig beschädigt.

Ich glaube, die Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass die EU schwach ist. Ich glaube, das war für viele Menschen in der Region ein Schock; zu sehen, wie schwach und wie uneinig die Europäische Union war und wie auch einzelne Mitgliedstaaten wie beispielsweise Ungarn sich ausdrücklich gegen die Linie der Europäischen Union gestellt haben.
Der Balkan-Blues
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Kommentare 1
  1. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 5 Monaten

    Möglicherweise ist diese Zollunion einer dieser kleinen Schritte, von denen Florian Bieber spricht!
    www.welt.de/politik/a...
    Übrigens gibt es in etlichen Nachfolgestaaten eine Jugoslawien-Nostalgie. Ältere sitzen im Café Tito, jüngere tanzen im Tito-Club.