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Das Schweigen von Tschetschenien

Simone Brunner
Freie Journalistin

Freie Journalistin aus Wien mit Fokus auf Ukraine, Belarus und Russland. Schreibt für das Journalistennetzwerk n-ost (Link: http://ostpol.de/autoren/view/812).

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Simone BrunnerDienstag, 18.10.2016

Wir wissen, wie schwierig die Situation für Journalisten in Russland ist. Das betrifft insbesondere jene Journalisten, die kritisch und unabhängig berichten. Sie stehen unter enormem psychischem, aber auch physischem Druck.

Ein Extremfall ist Tschetschenien. Im „Guardian" ist jetzt ein anonymer Journalist zu Wort gekommen, der die Lage aus Tschetschenien schildert. Wirkliche journalistische Arbeit und Berichterstattung ist dort nicht mehr möglich. Regimetreue Propaganda wird vergoldet, kritische Berichterstattung verfolgt, verdrängt und verunmöglicht. Ausländische Journalisten können zwar freier berichten, aber auch hier wird der Informationsfluss systematisch ausgetrocknet:

Foreign reporters will do their job and leave. But if they write a story that is critical of the young president, Ramzan Kadyrov, or his government, the first thing the police will do is track down the locals who helped them.

Breitet sich das Schweigen von Tschetschenien bald noch weiter aus? Ein Eindruck, den ich - zumindest in Ansätzen - bei meinen letzten Reisen auf die Krim, in das Donezker Separatistengebiet, aber auch in Russland selbst gewonnen habe. 

Das Schweigen von Tschetschenien

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