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Mittwoch, 16.11.2016
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Der Westen ist tot? Von wegen!

Ist mit der Wahl Donald Trumps der Westen in Auflösung begriffen? Die Zeitungen malen das Schreckensszenario gerne an die Wand. Von „Spiegel" über „Zeit, „Süddeutsche" bis zur „Frankfurter Allgemeinen" setzt sich die Meinung, dass das „normative Projekt des Westens" (Heinrich August Winkler) nun zu Ende gehen würde, durch. 

Doch was ist dran an dieser fatalistischen Weltsicht? Durchzieht den Westen eine lineare Entwicklung hin zu mehr Freiheit, die Trump nun zerstört hat?

Keineswegs! Der Westen lebt gerade von seinen Möglichkeiten zur Selbstheilung, sein Wesen durchzieht die Dialektik von Schubkräften und Rückschlägen, die in Selbstkorrektur münden. Das hobbesche Gewaltmonopol ermöglichte Rechtsstaatlichkeit und Absolutismus, der Liberalismus schuf Freiheit und Ausbeutung, der Wohlfahrtsstaat korrigierte letzteres.

Für was könnte, in dieser Logik, Trump stehen? Für die Auseinandersetzung mit den Folgen der selbstinduzierten Globalisierung. Trump mag dafür nicht der geeignete Kandidat sein, aber er zeigt, dass selbst die Frustrierten den Weg der liberalen, westlichen Institutionen wählen, um ihrem Zorn Repräsentation zu verleihen. 

Der Westen ist tot? Von wegen!
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