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Europa

Veit Nottebaum
Wiss. Angest. und PostDoc in Phys. Geographie
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Veit Nottebaum
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Mittwoch, 14.11.2018

Ansätze globaler Begründungen für die Demokratie-Krisen von A. Appadurai

Arjun Appadurai, der "führende Theoretiker der Globalisierung" beantwortet in diesem kurzen Interview Fragen zu den Demokratie-Krisen mit besonderem Blick auf Europa. Jedoch finden auch die jüngeren, nach rechts gerückten Demokratien und die islamisch geprägten Staaten Erwähnung.

Es werden Zusammenhänge von der historischen Bedeutung der Aufklärung, dem westlich geprägten Universalismus bis hin zur Finanzkrise von 2008 gezogen.

Die Zusammenhänge sind es, die die Lage so spannend, aber auch so schwierig machen. Das Interview verdeutlicht in seiner Kürze die Komplexität mit der Demokratien zu kämpfen haben und spannt über diese den historischen Bogen.

Sicherlich ist dies kein umfassender Beitrag zur Lösung der kritischen Situation(en), aber er liefert mir Grund genug, auch in Zukunft den Worten von Herrn Appadurai Beachtung zu schenken.

Ansätze globaler Begründungen für die Demokratie-Krisen von A. Appadurai
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Kommentare 4
  1. Moritz Orendt
    Moritz Orendt · vor 27 Tagen

    Wir sind alle Saudis heutzutage :-D

    Besonders interessant, was er zum Islam als Alternative zum westlichen Universalismus sagt:

    "Dagegen ist es interessant, dass so viele Länder in der Welt nun die Zeichen der "islamischen Krankheit" zeigen. Wir sind alle Saudis heutzutage. Trump, Putin, Xi Jinping, Duterte, Bolsonaro. Diese Typen schauen aufeinander."

  2. Frederik Fischer
    Frederik Fischer · vor 27 Tagen

    Ich würde mich so gerne für ein paar Stunden in die Zukunft teleportieren, um zu lesen welche Erklärungen man rückblickend für diese Zeitenwende findet, welche Erklärungsansätze sich durchsetzen werden. Momentan scheinen wir noch weit davon entfernt zu sein, die Veränderungen tatsächlich ganzheitlich einordnen zu können. Dennoch und gerade deshalb sind solche Interviews sehr wichtig.

    1. Veit Nottebaum
      Veit Nottebaum · vor 27 Tagen

      Absolut! In dem Fall ein 'top-down' Versuch. Vom Großen, Globalen ins Kleine, Lokale zu schließen. Die gegensätzlichen Ansätze, wie z.B. die Analyse der Ergebnisse einer Landtagswahl, sind das andere Extrem. Und wie so oft, ist ein Extrem wenig nachhaltig. Wir werden beide Ansätze brauchen.
      Gut, dass es da Menschen gibt, die (versuchen,) den Überblick (zu) behalten, wie scheinbar Appadurai...

  3. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor 26 Tagen

    "Wir brauchen eine liberale Multitude" - leider kommt die nicht, wenn man einen solchen Satz sagt. Ich weiß auch nicht, ob es ausreicht, den "globalen Finanzkapitalismus" für alles verantwortlich zu machen, was so schief läuft. Die "Globalisierung" hat ihren Ursprung in der globalen Arbeitsteilung, in die noch lange nicht alle einbezogen sind. Und das Problem ist natürlich, das einzelne Nationen natürlich das nicht "kontrollieren" können. Was auch immer man unter Kontrolle meint. Man brauchte also supranationale Instanzen, die es zuwenig gibt und die nicht wirklich effektiv sind. Aber auch hier gilt, nur weil "wir" etwas brauchen gibt es das noch lange nicht.