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Europa

Keno Verseck
Journalist

geb. 1967 in Rostock, freiberuflicher Journalist mit Schwerpunkt Mittel- und Südosteuropa.

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piqer: Keno Verseck
Donnerstag, 31.03.2016

Albanien: "Müllhalde" für Ex-Terroristen?

Albaniens politische Elite ist bekannt dafür, dass sie sich hin und wieder auf anrüchige und obskure Deals mit westlichen Ländern, insbesondere mit den USA, einlässt. So etwa sollte Albanien 2013 syrische Chemiewaffen entsorgen, was nach massiven Bürgerprotesten im Land schließlich nicht zustande kam. Im selben Jahr erklärte sich Albanien bereit, bis zu 3.000 iranische Volksmudschahedin aufzunehmen, Mitglieder einer ehemaligen iranischen Oppositionsbewegung, die 1979 maßgeblich am Sturz des Schah-Regimes beteiligt gewesen war und die später schmutzige terroristische Dienste für den irakischen Diktator Saddam Hussein und anschließend für die USA erledigt hatte. Schon seit Jahren sind die Volksmudschahedin eine Art "Abfallprodukt" von George W. Bushs "Krieg gegen den Terror", das auf seine "Entsorgung" wartet. Nun offenbar in Albanien. Inzwischen leben dort knapp eintausend ehemalige Volksmudschahedin, weitere zweitausend sollen folgen. Zwei Journalistinnen der Deutschen Welle haben einen Vertreter der in Albanien streng abgeschirmten Volksmudschahedin getroffen und die Geschichte des obskuren Deals - soweit sie bisher nachvollziehbar ist - aufgeschrieben.

Albanien: "Müllhalde" für Ex-Terroristen?
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