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Medien und Gesellschaft

Simon Hurtz
Journalist, Dozent, SZ, Social Media Watchblog

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piqer: Simon Hurtz
Sonntag, 31.05.2020

Gendern im Journalismus: Geschlechtergerechte Sprache ist wichtig – auch in Radio und Fernsehen

Am 17. Januar wagt Jo Schück etwas schier Unerhörtes: Der Moderator der ZDF-Sendung Aspekte sagt bei Minute 12:40 folgenden Satz: "Mitten im Iran haben wir uns umgeschaut, bei Iraner_innen und natürlich auch bei denjenigen, die im Exil wohnen – in Deutschland."

Er hat den Gender Gap mitgesprochen. Im Fernsehen. Skandal!

Manche mögen das immer noch so sehen (Warnung vor dem Klick: Was Susanne Gaschke da schreibt, ist unglaublich mies – ich verlinke das nur der Vollständigkeit halber), doch allmählich ändert sich etwas: "Nicht gendern ist die schlechteste Lösung", sagt Schück selbst.

Selbst in der Primetime beginnen die Moderatorïnnen damit. "Unsere Reporter_innen berichten in NRW und Oberbayern aus Kliniken, in denen sie inständig hoffen, dass es so weit nicht kommt", sagt Klaus Kleber im Heute-Journal. Anne Will heißt den "Präsident des Bundes der Steuerzahler_innen, Reiner Holznagel" willkommen – und der reagiert ganz gelassen: "Steuern zahlen müssen alle, insofern sind auch alle angesprochen. Ist völlig in Ordnung so."

Der Beitrag aus dem Medienmagazin des Deutschlandfunks, den ich hier empfehle, erklärt zunächst ganz grundsätzlich, warum Gendern so viel mehr ist als eine Modeerscheinung:

Haben Sie Lust auf ein Gedankenexperiment? Stellen Sie sich zwei Polizisten vor. Nun geben Sie den beiden Namen. Und? Haben Sie an Frauen- oder Männernamen gedacht?

Theoretisch meint das Wort "Polizisten" männliche und weibliche Einsatzkräfte. Praktisch denken die meisten Menschen an Männer – außer es ist auch von "Polizistinnen" die Rede.

Ein weiteres Beispiel:

Eine Studie der Freien Universität Berlin hat gezeigt: Wenn in Berufsbeschreibungen die männliche und die weibliche Bezeichnung genannt wird, trauen sich Kinder – Mädchen und Jungen – den Job eher zu.

Kurzum: Sprache formt Bewusstsein und schafft ihre eigene Realität. Annika Schneider, die Autorin des Beitrags, hat dafür unter anderem mit Christine Olderdissen, Projektleiterin bei Genderleicht, und Tanja Köhler, der stellvertretenden Nachrichtenchefin beim Deutschlandfunk, gesprochen.

Köhler sagt, dass Gendern auch im oft stressigen Nachrichtenalltag, in dem es auf Geschwindigkeit ankomme, möglich und wichtig sei:

Wir sind ja alle Nachrichtenjournalistinnen und -journalisten. Unser wichtigstes Handwerkszeug ist die Sprache. Deshalb finde ich, dass Geschwindigkeit als Herausforderung nicht zählt, weil es kein Aufwand ist, über eine Formulierung nachzudenken. Im besten Fall müssen wir irgendwann auch gar nicht mehr darüber nachdenken, weil geschlechtergerechte Sprache selbstverständlich geworden ist.

Es gibt zumindest Hoffnung, dass es so kommen könnte:

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache betreibt eine Hotline für Sprachberatung. Auf Anfrage des Deutschlandfunks ist zu erfahren: Geschlechtergerechte Sprache ist eines der Top-Themen, nach denen am häufigsten gefragt wird.

Gendern im Journalismus: Geschlechtergerechte Sprache ist wichtig – auch in Radio und Fernsehen
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Kommentare 35
  1. Christoph Weigel
    Christoph Weigel · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

    ja, ein schöner beitrag, simon, und dank für die warnung vor susanne gaschkes artikel. der zeigt sehr schön, wie mickrig zum teil von gender-wandel-leugner·innen argumentiert wird: mit verzerrender typografie: „Expert – Pause – innen“. ich habe in den letzten monaten im radio quer durch die ARD sehr geübt, geradezu flüssig, diese mikro-pause beim sprechen von „Expert·innen“ wahrgenommen. keine unterbrechung des sprachflusses, beim hören nur ein klitzekleines aha! wenn klaus kleber meint, er müsse seine heldentat durch betonung hervorheben, bittesehr (er sollte besser darauf achten, dass er als quelle für corona-fallzahlen nicht vom "johns hopkins institut" spricht.)
    ich finde es prima, daß die sprechenden journalist·innen eine elegante lösung des leidigen sternchen-problems gefunden haben. vielleicht gelingt das den schreibenden journalist·innen ja auch? ich bin zuversichtlich – was beim reden nach langem gewürge gelingt, sollte beim schreiben zu spiegeln sein.
    ja, ich habe die diskussion unten gelesen, vieles was bereits früher gesagt wurde wieder-gelesen. (nochmal) mein vorschlag: laßt das sternchen, auch der lübecker doppelpunkt (wie bei perspective daily) bringt's nicht wirklich. nehmt euch ein (typograpgisches) vorbild an den u-bahn schildern in barcelona (katalanisch), wo die für's richtige sprechen notwendige mikro-pause durch den interpunct angezeigt wird (bild hier: https://media-edg.barc...)

    1. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Monaten

      Der interpunkt - das sieht tatsächlich. .. flüssiger aus.

    2. Christoph Weigel
      Christoph Weigel · vor 2 Monaten

      @Cornelia Gliem ...und ist auf android und iOS keyboards ohne viele umstände zu tippern.

    3. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      Das mit den U-Bahn-Schildern aus Barcelona finde selbst ich witzig und nicht unklug ;-)

    4. Christoph Weigel
      Christoph Weigel · vor 2 Monaten

      @Dirk Liesemer (überraschung!)

    5. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      @Christoph Weigel Es wurde ja auch kein Sternchen verwendet ...

  2. Maximilian Rosch
    Maximilian Rosch · vor 2 Monaten

    Relevanter Beitrag, wie man auch an den Kommentaren sieht. Gut, dass wir darüber diskutieren. Ich persönlich halte inklusive Sprache dort für sinnvoll, wo sie verwendet werden kann, ohne arg zu verkomplizieren. Wenn man formulieren kann, ohne auszugrenzen ist das doch ein Gewinn.

    1. Juliane Hobe
      Juliane Hobe · vor 2 Monaten

      wie kompliziert es wird, scheint mir tatsächlich in VIELEN Fällen eine Frage der Übung

    2. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor 2 Monaten

      @Juliane Hobe Da stimme ich uneingeschränkt zu

    3. Nutzer gelöscht
      Nutzer gelöscht · vor 2 Monaten

      @Maximilian Rosch hier lässt es sich üben: (in Vermeidung von hier kann man üben... ;-))
      https://geschicktgende...

  3. Achim Engelberg
    Achim Engelberg · vor 2 Monaten

    Die Schriftstellerin Daniela Dahn wies in einem mich überzeugenden Beitrag für ein Frauenplenum darauf hin, dass es für

    "nicht wenige Begriffe einfach keine weibliche Form gibt: Mensch, Sonderling, Flüchtling, Mannschaft, jemand. Oder keine männliche: die Geisel. Der Geiserich? Da landen wir eher beim Ziegenbock. Deutsch ist eine sehr präzise Sprache. Auch angeblich neutrale Umschreibungen funktionieren nicht immer. Nicht jeder Student ist ein Studierender und nicht jeder Studierende ein Student.

    StudentInnen ist laut Duden zum Glück rechtschreibwidrig. Also bleibt nur, verdoppelnd von Studenten und Studentinnen zu schreiben und zu reden. Zeitverschwendend, umständlich, unschön. Aber wenn es denn im politischen Alltag, auf Ämtern, an Universitäten, in Gesetzestexten sexusgerecht sein soll – meinetwegen. Aber verschont bitte mit solchen Forderungen die Bereiche, in denen, wenn es gut geht, an der Sprache noch gearbeitet wird. Im Journalismus und erst recht in der Literatur. Da darf man ein gewisses Abstraktionsvermögen von Geschlechtszuschreibungen voraussetzen.

    Ein Mensch, wie stolz das klingt! Kommt ihr in dem Satz wirklich nicht vor? Dann ist euch nicht zu helfen.

    Wenn ich die Wahl habe zwischen politisch korrekt und sprachlich schön, entscheide ich mich zugegebenermaßen für das Schöne. Das ist auch weiblich. Im Namen von Frauen muss man die Sprache nicht verhunzen und verunklaren. Angenommen, der letzte Satz im Kommunistischen Manifest hätte gelautet: Proletarier und Proletarierinnen aller Länder, vereinigt euch! Das hätte womöglich ganz andere als revolutionäre Aktionen ausgelöst."

    Hier der ganze Beitrag:
    https://www.danieladah...

    1. Natalie Mayroth
      Natalie Mayroth · vor 2 Monaten

      Auch wenn es für manche Begriffe keine explizit weibliche Form gibt, trotzdem eine wichtige Debatte! Und es geht ja auch oft darum, wer gemeint ist, an wen man denkt – und an wen eben nicht, sprich wer rausgelassen wird. Wenn man “Mannschaft" hört – ist das sicher nicht an erster Stelle an die Frauenfußball-Mannschaft. Sprache ist flexibel, Sprache lebt, entwickelt sich weiter, das alles als "Sprachpolizei" abzutun, wäre zu einfach! Sprache sollte sich stattdessen weiterentwickeln, die "neue Rechtschreibreform" mussten damals auch Millionen von Deutschen (!) hinnehmen. :)

    2. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Natalie Mayroth Den Ausdruck "Sprachpolizei" gibt es nicht im Beitrag von Daniela Dahn.

      Ja, Sprache entwickelt sich, aber nicht linear im Sinne von weiter, immer weiter.

    3. Natalie Mayroth
      Natalie Mayroth · vor 2 Monaten

      @Achim Engelberg Ich habe nie behauptet, dass Frau Dahn, von der "Sprachpolizei" spricht.

    4. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Natalie Mayroth Ach so, auf was bezieht sich denn der Ausdruck "Sprachpolizei"?

    5. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Natalie Mayroth Zum Glück gibt es auch unterschiedliche Ansichten von dem was schön ist. Ich beispielsweise finde StudentIn nicht schlimm. Warum nicht anerkennen, dass viele Frauen sich eben nicht mitgemeint fühlen? Und dass die Diskussion um die Sprache ein Teil der Debatte im weiter andauernden Kampf um Gleichberechtigung ist? Warum nicht dort gendern, wo es unproblematisch möglich ist?

    6. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Wo es unproblematisch möglich ist, da haben Daniela Dahn und andere nichts dagegen (siehe oben).

      Aber als Schriftstellerin ist sie dagegen wie die meisten Kolleginnen oder etliche umgehen das Thema wie die bislang letzte deutschsprachige Nobelpreisträgerin Herta Müller.

      Gibt es eine international bekannte Autorin, die StudentIn oder ähnliches schreibt?

    7. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Achim Engelberg Das weiß ich nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass vielleicht manche der jüngeren Autorinnen da durchaus rumprobieren. Mich stört halt vor allem immer diese kategorische Ablehnung, nur über das Gendern nachzudenken, deswegen meine Anmerkung.

    8. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Und in dem Beitrag von Simon geht es ja auch um das gesprochene Wort: Ist das auch nicht schön, schmerzt das in den Ohren? ;)

    9. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      Danke Achim, für den Hinweis auf den Text von Daniela Dahn!

    10. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Dirk Liesemer Gern geschehen. Daniela Dahn steht nicht allein, nur ihr Text war teilweise frei. Vollständig findet man ihn hier:

      https://www.rowohlt.de...

      Von unten kommt auch kein Druck, eine klare Mehrheit ist dagegen.

      https://www.welt.de/po...

      In diesem Beitrag fand ich diesen Abschnitt besonders erhellend:

      „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo berichtet, dass es in seiner Redaktion seit etwa einem Jahr verstärkt Debatten über das Thema gebe, aber aus dem Kollegenkreis heraus. „Von unseren durchaus kritikfreudigen Leserinnen und Lesern hat sich nach meiner Erinnerung in 16 Jahren noch niemand darüber beschwert, dass wir nicht gendern.“ Eher werde beklagt, wenn Gastautoren auf dem Gendersternchen bestünden. Dies sei umso interessanter, als die „Zeit“ einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Leserinnen habe, sagt di Lorenzo.

    11. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      @Achim Engelberg Natürlich ist Dahn nicht allein; die von Dir zitierte Stelle im Text in der "Welt" hatte mich auch aufhorchen lassen, by the way: wie man den Text als "unglaublich mies" empfinden kann, ist mir ein Rätsel, selbst wenn sich für diese hässlichen Gendersterchen stark macht. Aber wir haben es hier mit einer Pädagogischen Internationale zu tun, die für ihre Sache mit zelotischem Eifer kämpft.

    12. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Dirk Liesemer Was wäre denn ein konstruktiver Vorschlag mit dem ihr leben könntet? Außer Status Quo halten, meine ich.

    13. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Gibt es denn überhaupt einen Status quo? Die Sprache ist im Fluss, war sie immer schon. Ich habe wenig dagegen, wenn auch mal von Teilnehmerinnen einer Demonstration die Rede ist, selbst wenn Männer zugegen waren. Man sollte das lässiger handhaben.

      Die permanente Betonung von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Journalistinnen und Journalisten, Managerinnen und Managern ist mir viel zu bürokratisch - noch bürokratischer und typisch deutsch muten Sonderzeichen wie Sternchen oder Unterstriche an. Im Rahmen von Gesetzestexten: okay, meinetwegen. So etwas aber auch bei Doktorarbeiten, im Journalismus oder gar in der Alltagssprache zu fordern, ist einfach nur übergriffig und daneben.

      Ohnehin halte ich den Vorwurf der sprachlichen Diskriminierung für absurd: Wenn sich Menschen unter Polizisten oder Taxifahrern nur Männer vorstellen, weil - angeblich - nicht auch immer noch von Polizistinnen und Taxifahrerinnen die Rede ist, dann ist das eine viel zu einfache, zu monokausale Erklärung. Viel stärker dürften andere kulturelle und auch historische Erfahrungen sein, die bekanntermaßen ebenfalls im Fluss sind.

    14. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Dirk Liesemer Das ist kein Vorschlag, Dirk, sondern das was ich vorhin geschrieben habe ;) Übrigens: Könnte es nicht auch manche übergriffig finden, wenn Du verlangst, nicht alle Geschlechter zu benennen?

    15. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker (War übrigens mein letzter Beitrag. Das ist überhaupt kein Herzensthema von mir, sondern eher ein großes Faszinosum, wie sich Männer und manche Frauen über Gendersternchen echauffieren können.)

    16. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten · bearbeitet vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Man kann nicht alle Geschlechter benennen, weil es für viele gar keine Namen gibt. Selbst das zuweilen verwendete x ist nur ein Sammelzeichen für alle möglichen dritten Geschlechter, aber mir kommt die ganze Debatte ohnehin stark sexualisiert und sehr identitätspolitisch vor - und damit zu sehr auf Äußerlichkeiten fokussiert. Im Übrigen habe ich oben vorgeschlagen, dass man es lockerer handhaben sollte.

    17. Dirk Liesemer
      Dirk Liesemer · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Noch ein Nachtrag: Es wird künftig konkurrierende Schreibweisen geben, daran sollte man sich gewöhnen, aber gerade deswegen stört mich, wenn bestimmte Leute ihren Machtanspruch mehr oder weniger subtil mit der Behauptung versehen, allen anderen ginge es um Diskriminierung.

    18. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Dirk Liesemer Fair enough, mit konkurrienden Schreibweisen kann ich auch gut leben. Aber Mann darf halt auch nicht vergessen, dass es noch nicht so lange her ist, dass z.B. in Stellenanzeigen nur die männliche Form verwendet wurde - und der "Eifer" eine lange, ungerechte Vorgeschichte hat.

    19. Daniela Becker
      Daniela Becker · vor 2 Monaten

      @Achim Engelberg Zu dem Argument kann ich nur sagen, dass die Mehrheit der Leserbrief- und Kommentarspaltenschreiber Männer sind. Vielleicht hat das damit was zu tun? Zum Welt-Text übrigens noch dieses. Auf Twitter gibt es einen interessanten Hinweis, dass die Welt zwei Varianten ihres Artikels über geschlechtergerechte Sprache verfasst hat. Eine gemäßigte Fassung für Print, eine polarisierende für Online. (https://twitter.com/st...)

    20. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Daniela Becker Aufschlussreich. In der einen Fassung wird die vorwiegend bürgerlich-konservative Leserschaft informiert, in der anderen wird polarisiert und abgelenkt von wichtigen Fragen. Man sieht die Wirkung hier: Kein Widerspruch, der eine verändernde Mehrheit hat und zentral ist, wird so stark "diskutiert" wie dieser.

    21. Dirk Janssen
      Dirk Janssen · vor 2 Monaten

      Was mir an der Diskussion fehlt, ist, warum angeblich alle Sprachschönheitsverehrer das Gendern als unschön empfinden. Ist es nicht vielleicht so, dass sich genau an der Stelle das Problem zeigt? Dass die "Schönheit" als Argument dafür herhalten muss, dass sich AutorInnen keine Gedanken über die Wirkung ihrer Sprache machen wollen, zeigt vielleicht ja auch nur, wie tief der Ausschluss bestimmter Menschen durch Sprache verwurzelt ist.

    22. Achim Engelberg
      Achim Engelberg · vor 2 Monaten

      @Dirk Janssen Lesen Sie den Beitrag von Daniela Dahn und denken kurz nach: Dann erkennen Sie, dass Sie falsch liegen.

    23. Dirk Janssen
      Dirk Janssen · vor 2 Monaten

      @Achim Engelberg Das erkenne ich, vermutlich zu ihrem Leid, nicht. Vielleicht gilt irgendwann das Nichtgendern als unschön und dann drehen sich alle Argumente auf einmal? Es ist nämlich meiner Meinung nach nur ein subjektives Sprachempfinden, das gestört wird, und den Versuch, die "alte" Sprachregelung durch das Schönheitsargument aufrecht zu erhalten, empfinde ich nicht als sehr substantiiert . Aber ein solches Erfinden ist ja auch sehr persönlich. Mal sehen, wohin sich das alles entwickelt.

    24. Nutzer gelöscht
      Nutzer gelöscht · vor 2 Monaten

      @Dirk Janssen danke - gegen das aufrecht Erhalten (schreibt sich das so?), für Offenheit gegenüber sprachlicher Veränderung und Entwicklung

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