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Klima und Wandel

Die CO2-Konzentration steigt weiter

Nick Reimer
diplomierter Energie- und Umweltverfahrenstechniker, Wirtschaftsjournalist und Bücherschreiber
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Nick ReimerDienstag, 08.06.2021


So sicher, wie es regnet und die Blumen blühen, so sicher gibt es in jedem Juni einen anderen, weniger inspirierenden Frühlingsritus: Das Verkünden eines neuen Höchstwerts für die atmosphärische Konzentration der Treibhausgase. In diesem Jahr sind es 419,13 CO₂-Moleküle pro Million Luftmoleküle, gemessen in ppm – "parts per million",  Teile pro Million. Basierend auf geologischen Beweisen, die Wissenschaftler über sechs Jahrzehnte gesammelt haben, ist die diesjährige Konzentration die höchste seit 4,5 Millionen Jahren.

In den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts begann der junge Chemiker Charles Keeling an der US-Pazifikküste, mit einem selbstgebauten Manometer die Kohlendioxidkonzentration der Luft zu messen. Professor Roger Revelle wurde auf die Experimente aufmerksam und schickte Keeling 1958 nach Hawaii, um am 4.170 Meter hohen Vulkan Mauna Loa eine Messreihe aufzubauen. Die Lage des Laboratoriums ist für atmosphärische Untersuchungen ideal, die Höhenluft unterliegt kaum lokalen oder von Menschen verursachten Einflüssen – die nächsten Industrieschlote sind Tausende Kilometer weit weg.

Seit Beginn der Messreihe hat sich an der Ausrüstung und den Methoden nichts Wesentliches verändert. Keeling und sein Team nehmen vier Proben pro Stunde. 1958 waren darin 315 Teile Kohlendioxid pro Million Teile Luft enthalten. 1970 waren es 324 dieser "parts per million", als die Klimarahmenkonvention 1992 beschlossen wurde, registrierten die Wissenschaftler bereits 354 ppm. Jahr für Jahr stieg die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre, zum Beginn des Industriezeitalters – das belegen geologische Aufzeichnungen – hatte die Treibhausgas-Konzentration noch 280 ppm betragen. Mit anderen Worten, durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in Generatoren und Autos hat die Menschheit die Treibhausgas-Konzentration um 40 Prozent erhöht.

Pandemiebedingte wirtschaftliche Störungen hatten praktisch keine Auswirkungen auf die CO₂-Entwicklung, ein Ergebnis, das Forscher bereits im April 2020 vorhersagten. Der Mai-Durchschnitt stieg gegenüber Mai 2020 um 1,8 ppm, etwas weniger als die jährliche Wachstumsrate zwischen 2011 und 2017. Prognosen zufolge wird die globale Oberflächentemperatur der Erde bei einer Konzentration von 450 ppm durchschnittlich 2 Grad wärmer sein als zu vorindustrieller Zeit.

Der Ausstoß von Treibhausgasen hat nicht nur gravierende Folgen für die globalen Temperaturen, sondern verändert auch die Erdatmosphäre selbst. Deren zweite Schicht, die in rund 20 Kilometern Höhe beginnt, schrumpft merklich. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam, das nun in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters veröffentlicht wurde. Das könnte potenziell auch gefährlich für Satelliten und GPS werden.

Die CO2-Konzentration steigt weiter

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