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Medien und Gesellschaft

Alle Redaktionen sollten sich mit Sara Schurmann auseinandersetzen

Christoph Zensen
Informationswissenschaft, Medieninformatik, Produktmanagement

#ViewFromSomewhere #MovementJournalism

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Christoph ZensenSonntag, 09.05.2021

Sara Schurmann ist Anfang 30 und hat schon so viele große Stufen der journalistischen Karriereleiter erklommen, dass man davon ausgehen kann, dass sie sich zu einer festen Größe im deutschen Journalismus entwickeln wird. Sie war unter anderem bereits Homepagemanagerin des Tagesspiegels, Absolventin der Nannenschule, in den Top 30 unter 30 des medium magazins sowie stellvertretende Chefredakteurin bei VICE.

Wenn so ein aufstrebender Stern aber plötzlich innehält und laut und eindringlich den Zustand der eigenen Profession kritisiert, dann sollte man zuhören. Tut man aber nicht.

Sara Schurmann hat im September 2020, also vor 8 Monaten einen offenen Brief geschrieben, in dem sie die inadäquate Behandlung der Klimafrage in den Redaktionen anprangert. Und viele Kollegen und Kolleginnen zeichneten diesen Brief damals mit, auch viele namhafte. Doch die Resonanz war kaum spürbar.

Seit der Veröffentlichung vergeht kein Tag, an dem sich Sara Schurmann nicht mit allem, was sie hat, weiter für ein Umdenken einsetzt. Doch Ihre Kritik perlt einfach ab.

Hier und da gab es ein Interview als der offene Brief veröffentlicht wurde. Hier und da mal eine Erwähnung im Nebensatz. Mehr nicht. Und noch tragischer: Kaum Resonanz bei den Journalist:innen auf Twitter. Es gibt zwar etwas Unterstützung von den ganz Aufrechten, die die Tragweite des Klimawandels wirklich verstanden haben: Leonie Sontheimer, Annika Joeres, Lorenz Matzat oder Wolfgang Blau. Aber ansonsten war es das. Die Branche lässt Sara Schurmann am langen Arm verhungern.

Ich verfolge die Arbeit von Sara Schurmann nun schon eine ganze Weile und ich würde ihr Anliegen so zusammenfassen: Es ist nicht genug, dass gut über die Klimakrise berichtet wird. Das passiert schon und es gibt sogar viele herausragend gute Beispiele. Die Forderung geht darüber hinaus. Sie beinhaltet, dass die Klimakrise so wichtig ist, dass sie in den Olymp der Nachrichtenkriterien und in das Standard-Arsenal kritischer Fragen des politischen Journalismus übernommen werden sollte. Das Ziel wäre dann erreicht, wenn die Klimakrise medial mindestens gleichwertig mit dem Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Arbeitsplätzen gewichtet wird. Schurmann könnte sich zur Ruhe setzen, wenn das kritische Nachfragen zum Klimaschutz so ein unschuldiger Standard wäre, wie es die Frage nach der Gegenfinanzierung von politischen Maßnahmen ist.

Ich verstehe Sara Schurmann so und ich mache mir diese Forderung auch vollständig zu eigen, dass es nicht darum geht, die Klimakrise noch besser und häufiger journalistisch zu bearbeiten. Das wäre nur ein Nebenprodukt des eigentlichen Ziels. Das Ziel ist, dass die außerordentliche Bedeutung der Klimakrise in den Redaktionen so durchdringend verstanden wird, dass sich deren journalistischen Alltagsroutinen verändern.

Warum wird Sara Schurmann nicht gehört?

Diese Transformation im politischen Journalismus und im Nachrichtenjournalismus ist so eine Herkulesaufgabe, weil sie mit einigen journalistischen Selbstverständnissen in Konflikt gerät. So fühlt sich der politische Journalismus und der Nachrichtenjournalismus dann besonders wohl, wenn er aus einer Position einer überwältigenden Mehrheitsmeinung agiert. Denn nur wenn das journalistische Wertegerüst lediglich aus dem absoluten, gesellschaftlichen Minimalkonsens besteht, wird es praktisch unsichtbar und die Rolle des neutralen Beobachters und des unvoreingenommenen Berichterstatters glaubwürdig.

Die Bedeutung der Klimakrise ist allerdings in der Gesellschaft noch nicht so tief verstanden und wird nicht so bedrohlich empfunden, dass die Redaktionen einfach aus dieser Komfortzone agieren können.

Das darf aber keine Entschuldigung sein, auf der sich die Redaktionen ausruhen dürfen. Es liegt in ihrer Verantwortung, die Klimakrise adäquat zu ihrer Wichtigkeit zu behandeln, ungeachtet dessen, ob große Teile der Leser/Hörer/Zuschauerschaft das als Aktivismus oder Wahlkampfhilfe empfindet. Wenn die journalistischen Standards die Redaktionen daran hindern, die Relevanz der Klimakrise angemessen zu bewerten, dann müssen diese Standards eben überarbeitet werden.

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Kommentare 28
  1. Gabriele Feile
    Gabriele Feile · vor 4 Tagen · bearbeitet vor 3 Tagen

    Ich versuche, die Jornalist:innen zu verstehen und auch die anderen Menschen. Wie viele von ihnen sind so reflektiert und so bewusst, dass ihnen klar ist, sie sind mit ihrem Lebensstil und ihrer Sucht nach Materiellem mitverantwortlich für den Status des Planeten? Sind es 10 %, 20 % oder schon 50 %?

    Vermutlich liegt die Zahl derer, die sich - selbstverantwortlich - in der Pflicht fühlen, eher am unteren Rand der Skala. Und ich glaube nicht, dass die Zahl unter Journalistinnen sehr viel höher ist als gesamtgesellschaftlich. Da werden auch Vorschriften nichts helfen. Sie hören es wohl wirklich nicht, die Journalist:innen. Nicht aus böser Absicht, sondern weil sie auf einer anderen Frequenz "funken".

    Wenn ein ZDF-Intendant zum Beispiel sagt, dass er niemals eine Sendung wie "Klima vor Acht" machen würde (https://www.welt.de/ve...), sagt das doch einiges.

    Ich selbst kenne viele Menschen, die Klimaschutz sehr ernst nehmen und auch entsprechend leben, also ist meine "Bubble" verfälscht. Deshalb frage ich mich: Ist Klimakrise das richtige Wort? Müsste es nicht Menschheitskrise heißen? Denn der Planet wird ohne uns überleben, wir, also die Menschheit, ohne ihn nicht. Würde es den Druck erhöhen oder die Einsicht stärken, wenn wir wüssten: es geht um UNS?

    Vor kurzem las ich in einem Krimi (ja, es gibt reflektierte Krimiautor:innen) zur aktuellen Corona-Lage: Der Planet schüttelt sich gerade, und dabei fällt einiges runter. Das passt auch zur Klimakrise. Nur, dass da halt viel mehr runterfällt.

    Ergo frage ich: Ist der nächste Schritt, dass sich Menschen, auch Journalist:innen zunächst mit sich auseinander setzen, ganz ehrlich in den Spiegel schauen, ihre Altlasten los werden und dann Kapazitäten haben für alles andere?

    Ja, das kann dauern, doch wenn eine ausreichende Anzahl von Menschen an diesem Punkt ist, kann es ganz schnell gehen. Sie nehmen die anderen nämlich mit. Und die wollen dann auch, weil sie begriffen haben, dass ihr "normales" Leben ihnen nicht das gibt, was sie sich erhoffen.

    1. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen

      Das ist mir ehrlich gesagt zu allgemein und zu überhöht. Wir sind 10 Mrd. Menschen auf der Welt in völlig unterschiedlichen Klimazonen und mit sehr unterschiedlicher technologischer und sozialer Entwicklung. Das wir den westlichen Lebensstil den Ressourcen anpassen müssen ist klar und eigentlich trivial. Aber selbst die, die hier den Klimaschutz sehr ernst nehmen und danach leben, leben nicht Klimaneutral. Dazu sind wir viel zu viele und das Klima und die Ernährung erfordert Energie. Das war schon vor dem Kapitalismus so. Da verschwanden viele Wälder und Tiere - fast komplett. Und wahrscheinlich wurde auch das Klime schon beeinflußt.

      Wohin sollen die vielen Klimabewußten denn die drei Milliarden Afrikaner oder Inder mitnehmen? Was konkret bedeutet dieser Satz? Auf wen bezieht er sich? Wo fängt das "normale" Leben an und wo hört es auf? Was für ein Leben wird das?

    2. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 4 Tagen · bearbeitet vor 4 Tagen

      @Thomas Wahl Ja, das Überhöhen ist mein "normaler" Job. Dennoch danke für die Antwort.

      Eine meiner Frage war ja: Um welche Krise geht es eigentlich?

      In diesem piq geht es ja um die Journalist:innen (in Deutschland), die das Thema nicht thematisieren. Warum tun sie das nicht? Was/wer hält sie davon ab? Was haben sie zu verlieren? Und die anderen?

  2. Thomas Wahl
    Thomas Wahl · vor einem Monat

    Woran erkenne ich, wer die Klimakrise wirklich verstanden hat und wer nicht. Je größer die Panik, je besser verstanden?

    1. Christoph Zensen
      Christoph Zensen · vor einem Monat

      Anders herum würde ich dem sogar zustimmen: Wer vor der Klimakrise keinen Respekt hat, hat sie nicht verstanden.

    2. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor einem Monat

      @Christoph Zensen Respekt, ja. Ein gutes Wort. Und in jedem Fall als Reaktion adäquater als Panik und unüberlegte Ausstiege.

    3. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 4 Tagen

      wo bitte lässt sich im og text irgendwas von Panik heraus lesen? interessanter Reflex bei klimafragen gleich das zu assoziieren...

    4. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen

      @Cornelia Gliem Also, wer immer noch meint, das Klima nicht im Olymp der Nachrichten angekommen ist, das die Medien nun endlich das ganze Ausmaß anzuerkennen hätten, was meint der anderes, als das die Panik noch nicht groß genug ist. Den ganzen Tag hört man nicht nur Klimakrise, nein jetzt ist es schon Klimaerhitzung. Und das alles reicht noch nicht? Nur die, die richtig verstanden haben wissen angeblich, was nötig ist.

      Nein, bei Klimafragen denke ich nicht sofort an Panik, sondern an eine komplexe und schwierige Problematik und Aufgabe.
      Und ich hätte gern gewußt, woran man erkennt, wer diese Krise denn nun richtig verstanden hat. Wenn es nicht die sind, die am lautesten Alarm schreien, wer ist es denn dann? Ist es keine berechtigte Frage? Und warum sofort der Abwehreffekt?

    5. Maximilian Rosch
      Maximilian Rosch · vor 4 Tagen

      @Thomas Wahl Für mich geht das am Thema vorbei. Sicher gibt es auch Berichterstattung die erschaudern lässt, bspw. dass es in den letzten Tagen in Phoenix, AZ 48 Grad (!) waren. Die Meldung an sich ist ja schon schlimm genug, aber klar gibt es auch Medien, die für Klicks alle Angstregister ziehen.

      Aber Sara Schurmann und KollegInnen, die es sich zur Mission machen adäquat über die Klimakrise zu berichten, setzen sich doch gerade dafür ein so realistisch und lösungsorientiert wie möglich zu arbeiten. Ich denke, das sollte an dieser Stelle differenziert werden. Ich halte es für wünschenswert, dass mehr Redaktionen den Blickwinkel Sara Schurmanns einnähmen.

    6. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen · bearbeitet vor 4 Tagen

      @Maximilian Rosch Dann gebe es ja nur einen Blickwinkel und nicht nur ich halte den für einseitig und teilweise fatal. Er ist auch unrealistisch. Vor allem zu angstgetrieben.

      Es dürfte inzwischen klar sein, dass das 1,5 Grad Ziel nicht zu halten ist. Auch wenn D seine Ziele aus dem Pariser Abkommen einhalten sollte. Sehr viele andere Staaten werden das nicht tun. Der globale CO2-Ausstoß wird absehbar nicht schnell sinken. Das ist Wunschdenken. Allein das verändert die Situation schon dramatisch. Aber es bedeutet nicht den Untergang. Fordert aber eine andere Strategie für die Zukunft. Die Folgen der Erwärmung sind - wenn man nicht gerade das unrealistische RCP 8,5-Szenario annimmt (wie es jüngst das UBA wieder gemacht hat), beherrschbar. Aber dafür darf man nicht auf ein schnelles Null-CO2-Szenario durch Wind und Sonne setzen sondern muß parallel dazu eine resiliente Infrastruktur aufbauen. Die dafür nötige Energie wird nicht allein und schnell aus erneuerbaren Energien kommen. Da kann sich die deutsche Politik auf den Kopfstellen und mit den Beinen wackeln. Ein so schneller Ausstieg hätte auch katastrophale Folgen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft. Jedenfalls mehr als die zu erwartende Erwärmung. Sollte aber global der moderate Ausstieg nicht gelingen, was nicht ganz unwahrscheinlich ist, dann muß man sowieso noch mal völlig neu nachdenken und anders handeln.

    7. Christoph Zensen
      Christoph Zensen · vor 3 Tagen

      @Thomas Wahl Hallo Thomas,

      ich möchte dir halb zustimmen. Mein Piq und auch das Werk von Sara Schurmann plädiert – nicht für mehr Panik – aber für mehr Dringlichkeit. Bei dem Begriff Panik schwingt eine Kopflosigkeit mit, die sie ganz sicher nicht befördern möchte.

      (Kurzer Einschub: Ich unterstelle dir, – ja, ich kann es nicht beweisen – dass du den Begriff Panik hier strategisch und absichtlich wählst, um ihren Standpunkt zu desavouieren)

      Die verbleibende Zeit für die Umstellung auf die Folgen des Klimawandels und für die Umstellung auf eine Null-CO2-Wirtschaft ist lächerlich gering und die Auswirkungen des Klimawandels (SOWIE die der Transformationen) auf Wirtschaft und Gesellschaft sind größer als bei Corona.

      Die aktuelle Berichterstattung spiegelt diese Dringlichkeit nicht wider. Sie ist immer noch auf so einer distanzierten, erklärenden Ebene.

      Der politische Journalismus müssten Regierungen (und die, die es mal werden wollen) hier viel kritischer auf ihr Pläne und die Belastbarkeit dieser abklopfen.

    8. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 3 Tagen · bearbeitet vor 3 Tagen

      @Christoph Zensen Hallo Christoph, das mit der Panik habe ich mir ja nicht aus der Luft gesogen. „Ich will, dass ihr in Panik geratet“ - das war die Rede von Greta Thunberg bei der UN-Klimakonferenz. Und das sehe ich in der Tat als strategisches Instrument hinter großen Teilen der Klimaberichterstattung. Und Sarah Schumann hat sich davon nicht distanziert. Ich weiß natürlich nicht, ob ihr diese Strategie bewußt ist. Eigentlich müßte es das aber sein, sie scheint mir intelligent genug. Ansonsten wäre sie auch sehr naiv - keine gute Voraussetzung für verantwortungsvollen Journalismus. Wie auch der Aufruf an alle Kollegen die Realität und Dringlichkeit auch so zu sehen, wie sie selbst. Damit würde Journalismus zur Einheitspartei. Selbst wenn ihre inhaltliche Sicht sich als richtig erweisen sollte - ist das der Weg der Medien in einer Demokratie?

      Die "verbleibende Zeit" für die Umstellung auf die Folgen des Klimawandels und für die Umstellung auf eine Null-CO2-Wirtschaft ist zunächst mal ein politisches Konstrukt. In der Realität war das m.E. von Anfang an eine (zur Ideologie geronnene?) Illusion.

      Ich sehe ja die Zwickmühle. Zeit ist knapp und Gesellschaften und ihre Menschen sind träge. Gründliche Veränderungen brauchen Zeit aber auch Stabilität. Ich verstehe die Versuchung Panik als Instrument zu nutzen. Und die aktuelle Berichterstattung halte ich in Teilen für panisch und vor allem für einseitig. Ob bewußt oder unbewußt - die eigene Angst macht einen ja auch selbst panisch und damit u.U. realitätsblind

      Die Sache mit dem "politischen Journalismus" verunsichert mich etwas. Natürlich muß Journalismus den Regierungen kritisch auf die Finger schauen. Er muß sich aber vor allem selbst kritisch betrachten, selbst kontrollieren. Nicht sich selbst ermächtigen. Als vierte Gewalt wird er in seiner Ausrichtung selbst nur begrenzt demokratisch kontrolliert. Und im Grunde trägt er auch keine Verantwortung (jenseits der moralischen) wenn er falsch liegt. Gut, die Hörer und Kunden können ihm davonlaufen. Lügen werden bestraft. Fehlinterpretationen und nicht realistische Meinungen nicht. Das ist auch richtig so - erfordert aber sehr viel Selbstreflexion und Selbstkontrolle der Akteure. Ich sehe die von Dir angesprochene distanzierte und erklärende Ebene nur begrenzt. Die Differenziertheit und Relativität der IPPC- Szenarien und Modelle wird i.d.R. nicht erreicht. Was ja auch schwer ist. Gewißheiten, die es nicht gibt, sind einfacher zu vermitteln. Wie auch immer, wir brauchen verschiedene journalistische Meinungen und wir brauchen differenzierte, inhaltliche Berichte. Was zusammen die Meinungsbildung im Volk erst substantiell ermöglicht. Zumindest, wenn das Volk klug und gebildet ist. Worüber es sich auch streiten läßt.

      Und die Kritik an den Medien wächst - was viele Journalisten aber empört als rechte Strategie zurückweisen. Journalismus reagiert so scheint mir z.T. wie Parteien - etwas beleidigt und selbstbezogen. Aber sollte Journalismus Partei sein? Jedenfalls jenseits der allgemeinen Parteinahme für den Humanismus, für die Suche nach Wahrheit? Ich glaube nein.

    9. Christoph Zensen
      Christoph Zensen · vor 3 Tagen

      @Thomas Wahl Doch, Pateinahme ist hier angebracht und kann – denke ich – aus dem Humanismus abgeleitet werden. Das Ziel, den nachfolgenden Generationen Handlungsmöglichkeiten zu erhalten und nicht alle Freiheiteinbußen auf sie abzuladen, wurde auch so vom Verfassungsgericht formuliert.

      Ich denke, dieses Urteil sollten nun auch viele Redaktionen zum Anlass nehmen, um sich dieses Ziel ebenfalls in den Katalog der Dinge einzuverleiben, bei denen der politische Journalismus als vierte Gewalt fungiert. Also ein Sitzplatz neben den Menschenrechten und der Korruptionsbekämpfung.

    10. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Tagen

      @Christoph Zensen Ich würde keinem dieses Ziel absprechen. Genau dieses Ziel habe ich auch. Aber die Formulierung eines solchen Zieles besagt nichts über die Richtigkeit des Weges. Sonst hätte der Sozialismus gesiegt. Das Motto, wir haben das richtige, gute Ziel, deswegen ist alles richtig und gut was wir tun, dass meinst Du doch nicht im Ernst?

      Und wer kann schon über 20 Jahre planen, wie es das Verfassungsgerichtsurteil fordert. Das ist eine ziemlich unrealistische Sichtweise. Auch wenn sie von einer obersten Instanz kommt. Und Medien, die solche Sichtweisen einheitlich für heilig und per se richtig halten, sind dann für mich keine vierte Gewalt mehr sondern Erfüllungsgehilfe der Jurisdiktion.

    11. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 3 Tagen

      @Thomas Wahl schneller Austieg? Wie bitte? Wir reden darüber seit locker fünfzig Jahren und die "jetzt" beschlossenen Regelungen sehen Jahrzehnte des Übergangs vor.
      Und ich entnehme der Antwort das alte Argument, Deutschland alleine könne doch nicht ... etc.
      Da kontere ich gern mit 2 Punkten: 1 lösche ich das Feuer in meinem Haus erst wenn der Nachbar es auch tut? 2 Deutschland "leistet" zwar nur 2 % der globalen Emissionen - liegt damit aber an sechster Stelle weltweit.

      Auch das gern bemühte "Klimapolitik zerstört die deutsche Wirtschaft" - erzeugt bei mir Assoziationen von Ludditentum.

      Ich habe die Journalistin oben so verstanden - das Klimathema ist zwar angekommen aber als eines unter mehreren. Als Sparte.
      Sie fordert dass es zu den gängigen automatischen Fragen gehört an jede Politik an jeden Politiker - so wie zb die nach der Wirtschaft nach Europa nach Sozialem Frieden etc.

      Panik oder Dringlichkeit - ich befürchte dass das für einige erst nach etwaigen Katastrophen klar sein wird.

      ...ist schon seltsam dass bei all unserem Wissen all den Forschungsergebnissen ein paar heiße Sommer mehr für die klimapolitik tun als jeder Aufruf von Experten durch die Jahrzehnte.

    12. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 3 Tagen

      @Cornelia Gliem Ich weiß nicht wer seit 50 Jahren über einen Ausstieg aus dem CO2 wegen der Klimagefahr redet. Ich habe vor 50 Jahre die kältesten Winter ever erlebt, in dem Menschen erfroren sind. Und man redete damals von der Rückkehr der Eiszeit. Der Club of Rome sprach allerdings von der schnellen Endlichkeit der Kohle und des Öls. Was sich ja bekanntlich (leider?) nicht bewahrheitet hat. Also vor 50 Jahren klang der Tenor ganz anders: http://www.spiegel.de/...

      http://www.spiegel.de/...
      Das D den Klimawandel nicht allein verhindern kann, ist erst mal eine Tatsache, die man nicht durch die Ablehnung des Argumentes aus der Welt schaffen kann. Ich entnehme dem nur, das man nicht gewillt ist Tatsachen ins Auge zu schauen. Deutschland sollte natürlich klimaneutral werden. Allerdings macht es keinen Sinn dies allein/mit zu wenigen anderen Staaten und dann zu immensen Kosten ganz schnell zu tun. Was ist daran nicht verständlich oder falsch. Sein Haus zu löschen, wenn rings um fast alle anderen brennen ohne zu löschen, das funktioniert nicht. Dann muß man eine andere Strategie suchen. Dafür bräuchte man aber eben auch Ressourcen. Sich auf die globale schnelle Klimaneutralität zu verlassen halte ich angesichts der laufenden Realität gelinde gesagt für naiv und gefährlich. Und ja, eine falsche, unrealistische Klimapolitik würde die deutsche Wirtschaft u.U. zerstören. Auch wenn es die meisten (West)Deutschen nach 45 nicht erlebt haben - eine zerstörte Wirtschaft ist fatal und keinesfalls klimafreundlich. Man heizt dann wieder mit Kohle vor der Haustür. Wer will schon erfrieren und nicht kochen können?

      Und natürlich ist für die allermeisten Menschen der Welt die Klimaproblematik eine unter anderen drängenden Umständen. Sonst würden sie wahrscheinlich anders handeln.

      Ich verstehe den Brief nicht so, dass es zu den gängigen automatischen Fragen gehören soll an jede Politik an jeden Politiker. Sie stört, das D erst 2038 aus der Kohle aussteigt – und das das nicht wochenlang ein Skandal in den Medien hervorruft. Weil natürlich viele Journalisten den Klimawandel nicht so gut verstanden haben wie Frau Sara Schurman selbst. Ich halte ihren Standpunkt für legitim. Aber der Auffruf, alle Journalisten sollten diese Meinung vertreten, das seinquasindie Aufgabe des "politischen Journalismus", das ist fatal.

      Was tun denn heiße Sommer für die Klimapolitik? Schafft sie mehr sichere Energie, steigt die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Steigt China uas der Kohle aus, sinkt der CO2-Ausstoß global? Ich sehe, die Menschen installieren Klimaanlagen …. Und ja, die Angst läßt sich besser steigern. Aber die Welt ist nicht nur (angstgesteuerter) Wille und Vorstellung.

    13. Cornelia Gliem
      Cornelia Gliem · vor 2 Tagen · bearbeitet vor 2 Tagen

      @Thomas Wahl heiße Sommer der letzten Jahre haben tatsächlich vieLe Menschen von Klimawandel "überzeugt", was natürlich schon ein bissl einseitig ist.

      und von wegen Panikmache: klar bricht die Wirtschaft gleich zusammen wenn wir klima neutral werden wollen die Menschen ziehen durch Ruinen mit Keulen in der Hand und verheizen Kohle. ... wo soll die übrigens herkommen in dieser Dystopie? und wenn bis dahin die Menschen regional lokal vielleicht sogar individuell zb ein Solardach haben o.ä., könnten sie auch dort heizen ohne funktionierende Großwirtschaft.

      zur Feuerlöschen-Metapher:
      ich bleibe dabei - zuerst lösche ich mein Haus.

      und zudem ist Deutschland nicht der Einzige der...

      schon seltsam wie machtlos Deutschland immer beschrieben wird in diesem Argument - was dann aber konterkariert wird durch viele Vorfälle bei denen wir enormen Einfluss ausüben...

    14. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Tagen

      @Cornelia Gliem Sorry - ich glaube, Du hast die globale Natur des Klimawandels nicht begriffen? Es ist in dem Sinne nicht möglich zuerst sein Haus zu löschen. Das wäre eine tödliche Strategie. Und auch die energetischen Grundlagen sind dir offensichtlich unklar. Wer soll denn die Milliarden Solardächer und die sonstigen Komponenten der neuen Infrastrukturen produzieren? Und vor allem mit welchen Energieformen? Bisher und auch in mittlerer Zukunft kommen die z.B. aus China - hergestellt mit Kohlestrom. Genau wie der große Teil unserer industriellen Grundstoffe und Zulieferungen.

      Individuell ein Solardach haben ist gut und schön, heizen kann man damit aber nicht allein. Das sind so Vorstellungen von Bullerbü. Die Wirtschaft bricht nicht gleich zusammen, wenn wir Klimaneutral werden wollen. Kein Mensch hat das behauptet. Sie bricht zusammen, wenn wir nicht genug Energie haben. Oder sie stirbt langsam wenn wir zu teuer produzieren, verglichen mit anderen, die eben nicht den teuren und schnellen energieintensiven Weg der deutschen Energiewende gehen. Deutschland ist nicht per se machtlos, das behauptet doch keiner. Es wird machtlos, wenn es wirtschaftlich schwach wird ohne stabile, ausreichende Energie.

      Also in dem Sinne - Ausstieg global ja, schneller oder beschleunigter Ausstieg allein nein. Sonne und Wind ja, aber nicht ohne energieintensive Großkraftwerke - etwa Kernkraft. Änderung der Lebensweisen und geschlossene Kreisläufe ja - aber nicht in zehn oder zwanzig Jahren - das ist utopisch. Dann wird es auch klappen - vielleicht aber erst bei 2,5 Grad. Und weder die Welt geht unter noch die Menschheit.

    15. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 2 Tagen · bearbeitet vor 2 Tagen

      @Thomas Wahl Darf ich mal eine Frage stellen? Ach, ich tue es einfach: Was wäre, wenn wir - ernsthaft und ausgiebig - unseren EnergieBEDARF reduzierten?

    16. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 2 Tagen · bearbeitet vor 2 Tagen

      @Gabriele Feile Wie denn konkret und in welchem Zeitraum? Und „wir“ ist auch sehr allgemein. Was/wer ist damit gemeint - Deutschland, Europa, die Welt? Die Industrie? Die privaten Haushalte? Was sagen denn die betroffenen Bürger dazu? Kann man das realistisch erwarten? Und was hat das für gewollte und vor allem für ungewollte Auswirkungen? Und nicht zuletzt, wenn es nicht nur um das ersatzlose Abschalten geht - wieviel Energie/CO2 benötige ich um dies schnell zu tun? Langfristig ist klar muß der Energieverbrauch pro Produkt oder pro Dienstleistung in den industrialisierten Ländern reduziert werden. Auf einiges kann man auch verzichten. Aber selbst die lebensnotwendigsten unserer Infrastrukturen sind heute bei weitem noch nicht klimaneutral ….

      Und für Milliarden armer Menschen in der Welt wird sich der Energiebedarf erhöhen und das nicht wenig.

    17. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor einem Tag

      @Thomas Wahl Wir = Die Menschheit.
      Wo steht geschrieben, dass wir immer mehr Energie verbrauchen (müssen)? Warum gehen "alle" davon aus, dass das gesetz(t) ist? Und wofür brauchen wir eigentlich die ganze Energie? Und nein: Ich meine jetzt nicht die fürs Heizen und fürs Kochen. Die Grundbedürfnisse müssen befriedigt werden, das ist klar. Und ich denke, das lässt sich auch so gestalten, dass es "klimaneutral" geht. Was auch immer dieses Wort wirklich bedeutet. Der Planet hat ein geniales Ökosystem, das ohne Eingriff von außen funktioniert, cradle to cradle sozusagen. Warum greifen wir immer mehr ein? Welche "Bedürfnisse" stecken dahinter?

      Ich hoffe auf Antworten, die sich außerhalb der gängigen Denkmuster und ermüdenden Argumente bewegen.

    18. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor einem Tag · bearbeitet vor einem Tag

      @Gabriele Feile Ja, jetzt verstehe ich die Frage besser. Was soll ich sagen. Den Menschen geht es ja nicht um die Energie an sich. Es geht um Komfort und Behaglichkeit, um Entgrenzung und Entdeckung, um Sicherheit und ja auch um Kampf und Krieg. Energie ist der Schlüssel und der Engpass zu allem. Mit der Beherrschung des Feuers fing alles an.

      Also selbst die menschlichen Grundbedürfnisse sind bei einer genügend großen Population nicht klimaneutral zu generieren. In Teilen Indiens und auch Afrikas wird jedes neu sprießende Holz zum Kochen verbrannt. Erst auf einer sehr hohen Entwicklungsstufe wird das wohl möglich. Mit sehr viel Hochtechnologie und Energie.

      Ich würde das Ökosystem unserer Erde nicht genial nennen. Es ist ja nicht bewußt oder durch nachdenken entstanden, sondern durch Evolutionen. Jedenfalls, wenn man nicht an einen Schöpfergott glaubt. Und das Ökosystem hängt von seiner Umgedung ab. Von der Sonne, von Himmelskörpern und wohl auch von dem Universum an sich. Hin und wieder wird das Ökosystem auch zerstört und das ganze beginnt von vorn. Der Mensch ist ein Ergebnis der Evolution, eine Möglichkeit dieses Ökosystems, auch eine Möglichkeit dieses Ökosystem aus der Balance zu bringen. Also eigentlich nichts unnatürliches. Was natürlich keine Entschuldigung ist.

      Ja, die Menscheit. Per Definition die Gesamtheit aller Menschen. Aber kein kollektiv agierendes vernünftiges Ganzes, kein "wir" mit ähnlichen Denkstrukturen unter einer politischen Struktur. Die Unterschiede zw. den Gruppen sind ja riesig. Was Entwicklungsstand, Wissen, Glaubenssystem und Kulturen betrifft. Und natürlich der Wohlstand, Lebenserwartung und Gesundheit auf Basis großer Energiemengen. Zu diesem Wohlstand streben alle, auch wenn sie nicht verstehen, woher er kommt und was das bedeutet. Ich glaube, um zu erkennen, das man diesen Wohlstand gar nicht in dem Umfang braucht, müßten ihn die ärmeren 80% erst mal erfahren können. Und genau das wollen sie.

      Ich glaube auch, Antworten wird man nicht durch andere Denkmuster finden, sondern in der Entwicklung, als Ergebnis vieler sich kreuzender Aktivitäten, unterschiedlicher Interessen, Wissensstände etc.. Die Hoffnung, dass die Menschheit durch neue "Denkmuster" kollektiv ihr Verhalten ändert, habe ich nicht. Und der "Export" von Gesellschaftsmodellen (z.B. Sozialismus, Kapitalismus oder Demokratie) funktioniert ja i.d.R. nicht. Und so wollen wir das ja auch nicht - https://www.piqd.de/us...

      Was denkbar oder wünschenswert ist, ist meist nicht das, was sich durchsetzt. Jedenfalls nie in einer auch nur halbwegs idealen Form und nie ohne ungewollte Nebenwirkungen. Auch unsere Demokratie bringt ja leider oft nicht optimale, wirklich gewollte Ergebnisse. Wir müssen daher verstehen, wie gesellschaftliche Evolution funktioniert. Was wir überhaupt erwarten können von menschlichen Gesellschaften oder gar von "der Menschheit".

    19. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 16 Stunden

      @Thomas Wahl Danke für diese ausführliche Antwort. Das Bild der "getriebenen Menschen" kommt mir dabei in den Sinn. Der Motor, der sie am Laufen hält, braucht Energie. Die Frage ist: Warum halten sie nicht an, warum kommen sie nicht zur Ruhe, warum gibt es keinen Leerlauf? Weil es eine Leere gibt, die sie tief im Inneren spüren, der sie aber keinen Platz geben. Sie spüren, dass das nicht stimmen kann. Also wird im Außen versucht, das Gefühl zu überdecken. Meines Erachtens ist der Kapitalismus deshalb so erfolgreich, weil er den Menschen "verspricht": alles wird gut, solange du läufst.

      Das Bewusstsein, dass da was nicht stimmen kann, tritt erst ab einer gewissen Reife ein. Und so gesehen sind die meisten Menschen sehr unreif, da unreflektiert. Das gilt für die Journalist:innen, um die es ja hier geht, genauso.

      Allerdings: Wenn wir warten wollen, bis alle Menschen - auch in armen Ländern - zunächst unseren zerstörerischen Lebensstandard gekostet haben, um zur Besinnung zu kommen, wird das nichts mit dem Stoppen der Erderwärmung. Vor allem dann nicht, wenn wir in den entwickelten Ländern weiter Gas geben.

      Du sagst, die Klimakrise kann und muss nur global in den Griff bekommen werden. Doch dieses Argument widerspricht dem ja. Warum wollen die Menschen in den armen Ländern unseren Lebensstil, obwohl genau dieser ihr Leben zerstört(e), angefangen beim Kolonialismus, über den Sklavenhandel, die Ausbeutung ihrer Rohstoffe und auch die heutige Ausbeutung als billige Arbeitskräfte und die Nutzung der Länder als Müllplatz der Welt. Die Menschen dort wollen oder müssen also dem entkommen, was wir dort angerichtet haben (auch weil es dort kein Leben mehr gibt) und wechseln die Seiten, indem sie fliehen? Das ist ziemlich irre, wenn man das mal durchdenkt und wird und kann nicht gutgehen.

      Wenn es gelingt, weltweit (gut, hier muss man ehrlich sein: in den armen Ländern ist dies nicht wirklich der Fall) Menschen dazu zu bringen, Masken zu tragen und Abstand zu halten weil ein Virus kursiert, dann kann es auch gelingen, andere Maßnahmen durch- und umzusetzen. Sofern es das passende Führungspersonal dafür gibt mit der nötigen Reife. Hier sehe ich das Hauptproblem, ehrlich gesagt.

      Ist es nicht viel zielführender, eine alternative Motivation zum unbegrenzten Wachstum zu finden, die weniger zerstörerisch ist und die den Menschen wirklich das gibt, was sie suchen: Frieden im Inneren und im Außen?

    20. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 4 Tagen

      Ich zitiere zu diesem Zweck einen großen Redner, Meister und Visionär mit einem (damaligen) Blickwinkel vom Gipfel eines Berges: "Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (...) Jeder gut Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten." Mt 7, 15-18
      Wenn es nützt, freut es mich.

    21. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen

      @Gabriele Feile Bleibt die Frage, wie erkennt ma die falschen Propheten? Die Früchte der Prophezeiung sieht man immer erst im Nachhinein. Und auch dann werden die Ergebnisse so interpretiert, dass natürlich Prophezeiung und Maßnahmen richtig waren. Ich habe nur sehr wenige Aktivisten getroffen, die zugaben, geirrt zu haben. Nein, es nützt nichts, wir müssen da durch und wer übrig bleibt, der wird sehen. Wenn er denn will.

    22. Gabriele Feile
      Gabriele Feile · vor 4 Tagen

      @Thomas Wahl Ich habe lieber handfeste Früchte, die ich ernten und essen kann - keine Prophezeiungen. So verstehe ich Jesus' Aussage auch: lasst Taten sprechen, nicht Worte.

    23. Thomas Wahl
      Thomas Wahl · vor 4 Tagen

      @Gabriele Feile Dem folge ich gern …..

  3. Christoph Zensen
    Christoph Zensen · vor einem Monat

    Hier die Antwort von DLF-Nachrichtenchef, Marco Bertolaso, hören:

    https://www.deutschlan...

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